Ein Straßenmusiker mit begrenztem Repertoire, ein religiöser Exhibitionist am Hauptbahnhof, ein betender Autofahrer, dubiose Möwenfänger und feiernde Krankenschwestern – die Twittermeldungen der Osloer Polizei sind kleine Perlen des trockenen Humors, die beileibe nicht nur Recht und Ordnung dienen, sondern vor allem von den großen und kleinen Absurditäten der Polizeiarbeit erzählen.
«Ach, und jetzt ist in Syrien – nein, Max, das gehört der Mama – jetzt ist in Syrien – nein, mein kleines Goldstück, gib das bitte der Mama, das ist ganz bäh – entschuldige, was war jetzt in Syrien?
Herbert Knebel, der voll im Saft stehende Mittsechziger, kennt die Errungenschaften der modernen Welt, denn: «Grade als Mann inne besten Jahre sollte man sich nich vor der Zukunft verschließen.
Eben erst haben wir ihre Geschenke entsorgt, da stehen sie schon wieder auf der Matte: unsere Cousinen, Schwäger und Tanten, Onkel und Patchwork-Verwandten.
Ältere Damen, die eine rotweiße Kapsel vorzeigen und «die gleiche in Grün» möchten, oder Mütter, die Hustenbonbons mit Fieberzäpfchen verwechseln: Apotheker sind für ihre Kunden eine Mischung aus medizinischem Notdienst, wandelndem Lexikon und seelischem Mülleimer.
Butter, Brot und Läusespray: Ein unterhaltsamer Blick auf die Geheimnisse der EinkaufszettelWigald Boning, bekannt für seine ungewöhnlichen Hobbys und seine Leidenschaft für scheinbar nebensächliche Dinge, widmet sich in seinem neuesten Buch Butter, Brot und Läusespray einem oft übersehenen Alltagsgegenstand: dem Einkaufszettel.
Flammen schlagen aus dem Fenster, mit quietschenden Reifen hält das Löschfahrzeug vor dem Haus, harte Männer in martialisch aussehender Kleidung laufen mit der Axt in die brennende Wohnung – und kommen kurze Zeit später mit einem Kind auf dem Arm wieder heraus.
Wir Landeier kommen aus einer Welt, in der es keine Ampeln gibt, in der Sushi noch Jägerschnitzel heißt und in der das Navi fragt: «Wo sind wir denn hier?