Der "Grundriß" führt die in der Grundlage von 1794 dargelegte Begründung der theoretischen Philosophie bis zu dem Punkt, wo Kants Kritik der reinen Vernunft ansetzt.
Die Bestimmung des Menschen (EA 1800) ist eine populäre Schrift des Philosophen Johann Gottlieb Fichtes, durch die der Nicht-Fachgelehrte zur Selbsterkenntnis angeleitet werden soll, die diesen dann befähigen wird, mündig am öffentlichen Geschehen teilzunehmen.
Diese Einführung in die Philosophie verfolgt einen eigenen Weg: Wir wollen nicht die Breite der einzelnen Probleme entwickeln, sondern die weltgeschichtliche Bewegung des Ganzen überblicken und sie den Freunden der Philosophie näherbringen; wir möchten meinen, daß eine Versetzung in diese Bewegung den großen Verwicklungen und Gegensätzen unserer Zeit entgegenwirken kann.
In seinen Büchern "Der Sinn und Wert des Lebens" und "Geistige Strömungen der Gegenwart" setzte Eucken sich kritisch mit dem Monismus seines Jenaer Kollegen Ernst Haeckel auseinander, mit dem er persönlich aber befreundet war.
Der späte Dilthey wählte in "Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften" (1910) ein anderes Schema zur Erläuterung der Geisteswissenschaften (Erleben, Ausdruck, Verstehen), das weniger von der Abgrenzung gegen die Naturwissenschaften motiviert ist als aus dem Gegenstand der Geisteswissenschaften selber.
Für Büchner sind "Denken und Sein ebenso unzertrennlich wie Kraft und Stoff oder Geist und Materie"; deshalb sei "nichts klarer, als dass, so hoch differenziert und eigentümlich auch die Charaktere des Lebens sein mögen, dieselben doch nichts mehr und nichts weniger sind, als Bewegungen der unter eigentümliche und hochspezialisierte Bedingungen gebrachten gewöhnlichen Materie".
Jakob Böhme (1575 bis 1624), herausragender mystischer Denker und spiritueller Schriftsteller, wird unter Kennern zwar weltweit geschätzt, ist aber noch immer nicht in angemessener Weise bekannt.
Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) ist eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, dass sich Philosophie nicht auf Universitätsphilosophie beschränken lässt.
Nietzsches "Der Wanderer und sein Schatten" wird erstmals als eigenständiges Werk hinsichtlich seiner Entstehungsgeschichte, Methodik und Motivik untersucht.
Korruption ist ein faszinierendes Thema, das sich für Kriminalgeschichten eignet und den Blick in den furchterregenden Abgrund von Gesellschaften richtet.
Simmels Essays zur Kulturphilosophie diskutieren im Zeitraum zwischen 1900 und 1918 auf aktuelle Weise einen doppelten Begriff von Kultur: eine objektive Kultur mit ihren Institutionen, Regeln und Praktiken und eine subjektive Kultur, die auf einem persönlichen Wertgefühl aufbaut.
Relevanz ist ein Kernkriterium für die Bewertung von Forschungsansätzen wie auch von Forschungsergebnissen: Meteorologische Vorhersagen sollen über das Erscheinen eines Wetterphänomens zuverlässig Auskunft geben, Daten, die auf der Basis biomedizinischer Modelle erbracht wurden, sollen ein Krankheitsbild erklären helfen.
Hegel hat sein naturphilosophisches Denken während der Jenaer Jahre zu einem die Logik und die Geistphilosophie ergänzenden Systemansatz fortentwickelt und im Rahmen der Heidelberger und Berliner Fassungen der Enzyklopädie als durchgebildetes System der Natur zum Abschluss gebracht.
Was mit den hier zum ersten Mal edierten Nachschriften von Hegels Nürnberger Unterrichtsvorträgen von 1812/13 vorgelegt wird, ist nichts geringeres als die 'Urform' der Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse, die Hegel zuerst 1817 in Heidelberg und später 1827 und 1830 in Berlin publiziert hat.
Im Kontrast zu Hegels Rechtsphilosophie, zu der seit seinem Tod eine Fülle von Vorlesungsnachschriften publiziert worden sind, ist die 'Philosophie des (subjektiven) Geistes' bisher eher stiefmütterlich behandelt worden.
Erst 1984 wurde in einem Schweizer Privatarchiv die Nachschrift einer Vorlesung über Logik und Metaphysik aus dem Sommersemester 1817 aufgefunden, mitgeschrieben von dem Jurastudenten Franz Anton Good.
Dieser Band enthält zusammen mit einer systematischen Einführung die einzige bekannte Nachschrift der Vorlesung Hegels über Ästhetik oder Philosophie der Kunst aus dem Jahre 1823, in wesentlichen Grundzügen knapp und klar nachgeschrieben und mit gliedernden Randbemerkungen versehen von dem Studenten Heinrich Gustav Hotho, dem späteren Herausgeber der Hegelschen Ästhetik.
Die Heidelberger Vorlesung aus dem Wintersemester 1817/18 bildet die erste eigenständige Ausarbeitung der Hegelschen Bestimmung des Verhältnisses von Vernunft und Staat, in der sich bereits die Gesamtstruktur der Berliner Rechtsphilosophie abzeichnet.
Schopenhauers Dissertation, die er 1847 in einer wesentlich erweiterten Fassung herausbrachte, liegt hier nach der Kritischen Ausgabe der Sämtlichen Werke von Arthur Hübscher vor.
Ernst Cassirer hat sich in den Jahren 1907 bis 1945 in Vorlesungen und Vorträgen immer wieder mit der Frage nach dem Verhältnis der Philosophie zu den Naturwissenschaften beschäftigt.