Dieses Buch entwickelt eine systematische Kritik der Idee und der Ethik der Menschenwürde, argumentiert für einen Menschenwürde-Skeptizismus und für die liberationistische Auffassung, dass wir unser Denken von der Idee der Menschenwürde und dem damit zusammenhängenden Anthropozentrismus in der Moral befreien sollten.
Der renommierte Spinoza-Forscher Wolfgang Bartuschat, dessen gerade abgeschlossene Gesamtübersetzung (PhB 91–96a) heute die maßgebliche deutsche Ausgabe der Werke Spinozas darstellt, versammelt mit diesem Band seine wichtigsten Beiträge zu dessen Philosophie.
Schleiermachers Ästhetik nimmt eine philosophiehistorische Sonderstellung ein: Sie kann als die einzige – systematisch orientierte und ausgeführte – Kunstphilosophie betrachtet werden, die sowohl frühromantische Implikationen aufweist als auch mit den großen Systementwürfen der Zeit im Gespräch ist.
Zu Beginn seiner Abhandlung »Über das einsame Leben« (De vita solitaria) schreibt Francesco Petrarca 1346: »Niemand schafft es, lange unter Wasser zu leben.
Leibniz' Briefwechsel mit dem gelehrten Jesuitenpater Barthélemy Des Bosses in den Jahren 1706–1716 zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen seiner Metaphysik.
Die verbreitete Legende, dass die Ästhetik des Schrecklichen eine Entdeckung der schwarzen Romantik und der Dekadenz am Fin de Siècle gewesen sei, widerlegt diese Studie, indem sie den Nachweis führt, dass die Frage nach den Gründen des Vergnügens an schrecklichen Gegenständen bereits seit dem frühen achtzehnten Jahrhundert unter den Gelehrten der Aufklärung diskutiert wurde: Angenehme Bestürzung, angenehmes Grauen und schaudervolles Ergötzen – unter diesen Leitbegriffen versuchten sich Kunst- und Literaturtheoretiker von Dubos bis Mendelssohn der gegenüber den reinen Vergnügen weitaus faszinierenderen, Lust und Unlust vermischenden Empfindung zu nähern.
Die folgende Untersuchung ist eine Antwort auf die Frage nach dem Ort des 'Irrationalisten' Johann Gottfried Herder innerhalb des Kontinuums der Aufklärung.
In seinem ersten Buch, »Platos dialektische Ethik«, legt Hans-Georg Gadamer die Fundamente für sein späteres Lebenswerk, die Begründung der Hermeneutik als einer Disziplin der Philosophie (Wahrheit und Methode, 1960).
Die sogenannte »Preisschrift über die Fortschritte der Metaphysik« hat in den letzten Jahren überraschend wenig Aufmerksamkeit in der Kantforschung erfahren.
Im Zentrum von Aristoteles' Kritik an Platon steht der Vorwurf, Platon habe die Ideen zu selbständigen Entitäten erklärt, die von den wahrnehmbaren Dingen getrennt existierten, statt ihnen immanent zu sein.
Noch vor wenigen Jahrzehnten galten Märkte als Institutionen, mit denen sich Probleme in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen effizient und zum Vorteil aller Bürgerinnen und Bürger lösen lassen.
Schopenhauers Verhältnis zu Goethe hat seine eigene Dramaturgie: Von Bewunderung und gemeinsamen Diskussionen geprägt, führte die Auseinandersetzung mit dem Farbentheoretiker Goethe in einen Überbietungswettkampf, der schließlich mit einem unfreiwilligen Bruch endete.
Wenn man dem Sophisten Protagoras folgt, kommt uns die Wirklichkeit nur deshalb stabil vor, weil unsere sprachlichen Ausdrücke und Formen konstant sind.
Die vielfach anzutreffenden Vorurteile und Missverständnisse über Sinn und Zweck der Philosophie lassen sich vermutlich auf dem kürzesten Weg durch Fragen entkräften, die sich wissenschaftlichen Forschungen entziehen und sich dennoch nicht vermeiden lassen.
Die »Elements of Law, Natural & Politic«, die von 1640 an in Form von Abschriften im Umlauf waren und erstmals 1650 ohne Hobbes' Wissen in zwei Büchern unter dem Titel »Humane Nature« bzw.
Die zentrale Stellung der "Tugendlehre" (1797), des zweiten Teils der Metaphysik der Sitten, wird innerhalb der Moralphilosophie Kants häufig verkannt.
Die Rede von einem Ende, einem Niedergang oder auch einer Überwindung der Metaphysik gehört zu den am weitesten verbreiteten Topoi in der Philosophie und über sie hinaus in den Geistes- und Kulturwissenschaften.
Nach seinem dialogischen Kommentar zu Hegels »Phänomenologie des Geistes« rekonstruiert Pirmin Stekeler jetzt die »Wissenschaft der Logik« als Überbietung von Kants »Kritik der reinen Vernunft«.
Nach seinem dialogischen Kommentar zu Hegels »Phänomenologie des Geistes« rekonstruiert Pirmin Stekeler jetzt die »Wissenschaft der Logik« als Überbietung von Kants »Kritik der reinen Vernunft«.
Diese Ausgabe der Kategorienlehre Eduard von Hartmanns vereint alle drei Bände, die 1923 von Fritz Kern unter Beachtung der Verfasserhandschrift herausgegeben wurden.
Cassirer sieht in der epochalen Gestalt Goethes den eigentlichen Vorboten und Garanten für ein positives Selbstverständnis des Denkens in der Moderne: »In ihm und durch ihn fühlen wir uns von dem Fluch der Vereinzelung und Zersplitterung befreit; in ihm beginnt sich alle verworrene Bestrebung, in die uns sonst der Tag hineinzieht, zu lösen.
Wie vor ihm Plotin und Iamblichos hat auch Proklos neben seinen wirkmächtigen Kommentaren zu den Platonischen Dialogen eigenständige philosophische Abhandlungen verfasst, in denen er sich frei bewegt, ohne sich der Auslegung eines Platonischen Textes unterzuordnen.
In Cassirers Werk ist an einer Vielzahl von Stellen vom »Ichgefühl« die Rede ebenso wie vom »Weltgefühl«, »Selbstgefühl«, »Formgefühl «, »Sprachgefühl« oder gar »Staatsgefühl«.
In der 1785 veröffentlichten »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten« formuliert Kant erstmals die Prinzipien einer universalistischen Ethik der Autonomie, deren Einfluss bis heute ungebrochen ist.
Kaum ein Vorhaben hat die Hegel'sche Philosophie stärker und mit größerer Selbstverständlichkeit geprägt als eine therapeutische Auflösung starrer begrifflicher Dualismen.
In seiner 1889 veröffentlichten Dissertationsschrift Essai sur les données immédiates de la conscience (deutsche Erstausgabe 1911) unternimmt Bergson den Versuch, die Problematik von Freiheit und Determinismus auf eine grundlegend neue Basis zu stellen.