Ein Straßenmusiker mit begrenztem Repertoire, ein religiöser Exhibitionist am Hauptbahnhof, ein betender Autofahrer, dubiose Möwenfänger und feiernde Krankenschwestern – die Twittermeldungen der Osloer Polizei sind kleine Perlen des trockenen Humors, die beileibe nicht nur Recht und Ordnung dienen, sondern vor allem von den großen und kleinen Absurditäten der Polizeiarbeit erzählen.
Tagebücher 2002-2012 - Ein schonungsloser Blick auf die deutsche Gesellschaft und die amerikanische PolitikIn diesem zweiten Band seiner Tagebücher setzt Fritz J.
Handelte es sich bei Imre Kertész' berühmtem «Galeerentagebuch» um eine bewußte Komposition seiner jahrzehntelangen Aufzeichnungen, bilden die Tagebücher 2001–2009 ein unbearbeitetes, ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit gedachtes «journal intime» von überraschender, oft verstörender Offenheit.
In einer Gesellschaft, «in der man nur leben kann und darf, wenn man ihr den Rücken kehrt», führte Imre Kertész jahrzehntelang, gleichsam als Gefangener seiner Erfahrungen, eine Geheimexistenz: zurückgezogen, ganz und gar ausgerichtet auf das Schreiben, jene Zwangsarbeit, ohne die das Sein unerträglich war.
Im Juni 1966 berichteten alle deutschen Zeitungen auf Seite eins über die Verhaftung eines 19-jährigen Metzgergesellen, der auf unvorstellbar grausame Weise vier Schuljungen missbraucht und zu Tode gequält hatte.
«Unsre Cap Arcona ist ein schönes, sehr komfortables Schiff; das Leben an Bord kennen Sie ja, mit den endlosen Malzeiten und dem scheußlich vielen Essen, das das wesentlichste Interesse der Reisenden ausmacht.
Dreißigjährig, nach Jahren erfolgloser Arbeit an seinem ersten Romanprojekt «Ich, der Henker», den Bekenntnissen eines Naziverbrechers, entschließt Imre Kertész sich zu einer «nüchternen Selbstprüfung».
Ob als ARD-Korrespondent aus Warschau und Moskau, als der Mann von Monitor oder mit seinen Filmen aus fernen Ländern – Klaus Bednarz ist den Fernsehzuschauern der siebziger, achtziger und neunziger Jahre vertraut wie nur wenige andere.
Der New Yorker Maler Duncan Hannah hat die siebziger Jahre über Tagebuch geführt – ein Glücksfall, eine literarische Entdeckung: «Dive» liest sich wie der letzte große Beatroman.
«Wahrscheinlich ahnen Sie gar nicht, was für ein seltenes Geschenk für mich das würdigende Interesse eines unabhängigen Geistes in meinem täglichen Kampf gegen das Schweigen ist», schreibt Kertész 1977 aus Budapest an Eva Haldimann, die Literaturkritikerin der «Neuen Zürcher Zeitung», die, aus Ungarn gebürtig, das Geschehen in ihrer ehemaligen Heimat mit ihren klugen Rezensionen über Jahrzehnte zuverlässig begleitete, um den Autoren «ein kleines Fenster nach dem Westen zu öffnen».
Eine Sammlung von Albert Camus' eindringlichsten Essays, Briefen, Reden und Aufzeichnungen über die Suche nach Gerechtigkeit in einer ungerechten Welt.
Die spektakuläre Erstveröffentlichung eines der bedeutendsten Briefwechsel der LiteraturDer Briefwechsel zwischen Gretha und Ernst Jünger geht über eine Korrespondenz zwischen Ehepartnern weit hinaus.
Die literarische Wiederentdeckung: der hellsichtige Blick eines Intellektuellen auf die Jahre 1933–1939»Es war vor allem nicht leicht, inmitten eines grandios aufgeblähten Machtsystems zu leben, inmitten eines geistigen Terrors, einer phantastischen Lügenhaftigkeit, innerlich abseits, bemüht, sich nicht blenden zu lassen, auch nicht von scheinbaren Vorzügen und Erfolgen.
"In den Märchen über Inzest zwischen Vater und Tochter – ›Das Mädchen ohne Hände‹, ›Allerleirauh‹, in der Originalversion von ›Aschenputtel‹ und den Geschichten der Heiligen Dymphna, der Patronin aller Inzest-Opfer – verhalten sich die Töchter immer genauso, wie man es von ihnen erwarten würde: Sie sind entsetzt über die sexuellen Annäherungen ihrer Väter.
»Ad hoc« – Jüngers Gelegenheitsschriften und -reden erlauben Einblicke in seinen Familien- und Freundeskreis, wenn er etwa seinem Bruder zum Geburtstag gratuliert.