Die Nachricht vom Tode Franz Werfels ließ Thomas Mann betroffen zurück, obgleich die beiden Schriftsteller keine besonders enge Freundschaft verbunden hatte.
»Es war eine schöne, heitere, liebens- und dankenswerte, von Geist und Kunst und Güte beseelte Welt, die die seine war, und die er mit in seinen Schlaf genommen hat.
In ihrem Bemühen, Ansehen unter den Exildeutschen auch in den USA zu gewinnen, war den in Mexiko lebenden Initiatoren der Demokratischen Post an Thomas Manns Fürsprache viel gelegen.
Der Bitte der Dial Press um ein Vorwort nahm Thomas Mann gerne an, spielte Dostojewski doch zeitlebens eine bedeutende Rolle auch für sein eigenes Schaffen.
Thomas Mann beginnt seine Rede mit einer Entschuldigung: Dies sei sein erster Auftritt, bei dem er auf Englisch improvisiere, zudem nähmen seine Fähigkeiten, sich in der englischen Sprache auszudrücken, über den Tag kontinuierlich ab.
Mit der Arbeit Helen Lowe-Porters war Thomas Mann offenbar zufrieden, findet er hier doch überaus lobende Worte für die Übersetzerin, die die Mehrzahl seiner Prosawerke ins Englische übertrug: »Her gift of tongues is as philologically conscientious as it is artistically inspired«.
Dem Journalisten und Germanisten Monty Jacobs (eigentlich: Montague Jacobs) war Thomas Mann seit dessen wohlwollender Rezension des Romans ›Königliche Hoheit‹ im Berliner Tageblatt vom 15.
In den Jahren nach der Kapitulation Deutschlands steht die Frage nach der moralischen Schuld der Deutschen im Zentrum von Thomas Manns essayistischer Publizistik.
Ein leidenschaftlicher Büchermensch, ein geborener Kritiker, eine Schlüsselfigur der Geistesgeschichte Nachkriegsdeutschlands: Walter Boehlich (1921—2006) prägte als Cheflektor im Suhrkamp Verlag und später als Autor, Herausgeber und Übersetzer den deutschen Literaturbetrieb.
Einen »Roman in Bildern« hatte der belgische Künstler Frans Masereel mit ›Jeunesse‹ geschaffen und Thomas Mann um ein Vorwort gebeten, der bereits im Jahr 1926 die Einleitung für ein Buch Masereels verfasst hatte.
Als Mitglied des Hollywood Independence Citizens Committee of the Arts, Sciences and Professions befand sich Thomas Mann in außerordentlich illustrer Gesellschaft: Zahlreiche Prominente aus dem traditionell demokratisch eingestellten Hollywood gehörten der lokalen Vereinigung an, die sich unter dem Dach einer nationalen Initiative organisierte.
Offenbar hatte die Lektüre des hier besprochenen Werks Thomas Mann großes Vergnügen bereitet: »Ich habe es mit wahrem Genuss gelesen, die ganze Epoche und dies grosse, gutwillige, immerfort das Gute hervorbringende Leben darin recht mit Ihnen erlebt und eine Menge dabei gelernt.
Der Journalist und Literaturnobelpreisträger Carl von Ossietzky, seit 1926 Redakteur und später Leiter der literarischen Zeitschrift Die Weltbühne, wurde 1931 zwischenzeitlich inhaftiert, weil er über die (durch den Versailler Vertrag untersagte) Aufrüstung der Reichswehr berichtet hatte.
»Ich bin ein Schriftsteller, liebe Hörer, der Bücher schreibt über allerlei Menschenschicksale, und da mögt ihr euch denn fragen, warum ich so sehr an dem Gedanken der Weltregierung interessiert bin.
Wie der ›Reisebericht‹ entstand auch diese Antwort Thomas Manns auf einen offenen Brief des Journalisten Paul Olberg im August 1949, unmittelbar nachdem Mann von seiner Deutschlandreise zurückgekehrt war.
Thomas Manns ›Reisebericht‹ über seinen Aufenthalt in Deutschland – der erste, seit er das Land 1933 verlassen hatte – wurde, wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA, am 25.
Wenige Tage, nachdem er bereits dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Walter Kolb, brieflich für die ehrenvolle Aufnahme während seines Aufenthaltes gedankt hatte, wandte sich Thomas Mann auch an Hermann Buchterkirchen.
Der SPD-Politiker Walter Kolb war seit 1946 Oberbürgermeister Frankfurts und so mitverantwortlich für die Entscheidung, Thomas Mann im Jahr 1949 mit dem Goethepreis auszuzeichnen.
Thomas Manns Aufenthalt in Weimar, wo er Anfang August die Rede ›Ansprache im Goethejahr 1949‹ hielt, rief im Westen wie im Osten Deutschlands ein beträchtliches Medienecho hervor.
In Thomas Manns essayistischem Werk finden sich zahlreiche Äußerungen über Goethe, diese »sublimste, humanisierteste, gebändigte Erscheinung großen Deutschtums und großen Menschentums überhaupt […].
In der Augustausgabe 1949 von Der Monat erschien dieser Text unter dem alternativen Titel ›Goethe, das deutsche Wunder‹, während das New York Times Magazine für den Abdruck der englischen Übersetzung am 26.
Der National Council of the Arts, Sciences and Professions war aus dem Independent Citizens Committee of the Arts, Sciences and Professions hervorgegangen, einer liberalen Vereinigung teils prominenter Mitglieder, der Thomas Mann angehört und für die er sich mehrfach öffentlich eingesetzt hatte.
Um Weihnachten 1948 befasste sich Thomas Mann mit diesem Artikel, etwas »widerwillig«, wie er im Tagebuch vermerkte, dafür immerhin »mit Hilfe älteren Stoffs«.
Der Anlass für diesen Text war ein Missverständnis, dem einige Leser des ›Doktor Faustus‹ erlegen waren: Ob sie die in dem Roman erzählte Geschichte tatsächlich für wahr hielten oder nicht, ist nicht klar – aber mancherorts herrschte Unklarheit über die wahre Urheberschaft der Zwölftonmusik.
Entstanden auf Wunsch des Chefredakteurs der Tageszeitung Svenska Dagbladet (Stockholm), wurde der Text ebendort, ohne die persönliche Einleitung an Karl Ragnar Gierow, am 27.
Die offiziell seit Februar 1947 bestehenden »United World Federalists« verfolgten kein geringeres Ziel als die Bildung einer demokratischen, föderalistischen Weltregierung.