»Offenbar fehlt es mir an dem Abstand von seinem Gegenstand, an dem sachlich-kaltblütigen Verhältnis dazu, das mich zu einem Urteil, lobend oder tadelnd, berechtigte.
Als der Schriftsteller und Dramatiker August Strindberg im Mai 1912 gestorben war, hatte neben weiteren internationalen Intellektuellen auch Thomas Mann einen Beitrag für die schwedische Zeitung Dagens Nyheter verfasst (›Zu August Strindbergs Tod‹).
Der erste Besuch Thomas Manns in Europa nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sah keine Station in Deutschland vor – aus persönlichen Gründen, wie Mann in diversen Interviews erläuterte.
Der große Vortrag ›Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung‹ ist das Resümee der langen und kritischen Auseinandersetzung Thomas Manns mit Nietzsche.
»Mir ist es eine Freude, dieser ersten amerikanischen Ausgabe der zündenden Prosa-Dichtung seiner Mannesjahre, des ›Demian‹ einen Vorspruch der Sympathie und der warmen Empfehlung zu geben.
Sympathie und eine gegenseitige Hochachtung vor dem jeweiligen Werk verband Hermann Hesse und Thomas Mann, der hier bekundet: »Unter der literarischen Generation, die mit mir angetreten, habe ich ihn, der nun das biblische Alter erreicht, früh als den mir Nächsten und Liebsten erwählt und sein Wachstum mit einer Sympathie begleitet, die aus Verschiedenheiten so gut ihre Nahrung zog wie aus Ähnlichkeiten.
Wilhelm Furtwängler, seit 1922 ständiger Dirigent der Berliner Philharmoniker und später Generalmusikdirektor der Stadt Berlin, hatte sich vor der Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten nicht völlig zu bewahren vermocht.
Die Frage, wie mit dem besiegten Deutschland umzugehen sei, wurde in den USA nach Kriegsende lebhaft debattiert und stand im Mittelpunkt auch jenes Seminars, für das Thomas Mann sich mit diesem Beitrag entschuldigen ließ.
Nachdem Der Ruf zunächst in New York als Medium für Kriegsgefangene erschienen war, erfolgte Anfang des Jahres 1947 die Übersiedelung nach München, wo man die deutschen Rückkehrer als Leser zu gewinnen hoffte.
Der Offizier und Schriftsteller Fritz von Unruh war infolge seiner Kriegserfahrungen in den Jahren 1914 bis 1918 zum Pazifisten geworden und hatte seinen früheren Nationalismus in jeder Hinsicht überwunden.
Nachdem Thomas Mann in früheren Jahren noch eine klar antidemokratische Sichtweise vertreten hatte, markierte seine Rede ›Von deutscher Republik‹ (Oktober 1922) den Wendepunkt in seiner Entwicklung zum Befürworter der sozialen Demokratie.
Für den »tschechischen Volkscharakter […]«, als dessen »repräsentative[s] Produkt« er den betreffenden Roman hier lobt, hatte Thomas Mann viele Sympathien.
Die liberale deutsch-jüdische Zeitung Aufbau war 1934 als Vereinsblatt des New Yorker »German Jewish Club« gegründet worden, der sich später in »New World Club« umbenannte, und erschien noch bis 2004 in New York (seit 2005 in Zürich).
»Es ist von größter Wichtigkeit, dass gerade diejenigen, denen die Jugenderziehung dieses Landes anvertraut ist, volle Einsicht in die ungeheuere Gefahr der rassistischen Miss-Ideen besitzen«.
»Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, dass es meine biblische Dichtung, die Joseph-Saga, ist, der ich die Ehrung verdanke, einem Werk, dem ich mehr als ein Jahrzehnt meines Lebens gewidmet habe«.
Bevor das Ladies' Home Journal im Januar 1946 den Essay William James Durants veröffentlichte, bat die Redaktion prominente Intellektuelle um Stellungnahmen dazu.
Die Zeitung, in deren Weihnachtsausgabe das Vorwort 1945 zuerst erschien, nannte sich Papago Rundschau und sollte den (mehrheitlich nationalsozialistisch belasteten) Insassen des Kriegsgefangenenlagers in Papago Park, Arizona, als Informationsquelle dienen.
Die hier Angesprochene, Rebekah Shipler, engagierte sich gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Pfarrer und Chefredakteur Guy Emery Shipler, im Vorstand des American Christian Committee for Refugees, einer Initiative protestantischer Kirchen in den USA zur Unterstützung christlicher Flüchtlinge.
Bekannt gewordene Details über die schlechte Lage der aus den Konzentrationslagern Befreiten hatten den New World Club, Herausgeber der deutsch-jüdischen Zeitschrift Aufbau, dazu veranlasst, ein Meeting einzuberufen, bei dem für höhere deutsche Reparationszahlungen zur besseren Versorgung der Geschädigten geworben werden sollte.