Der Schatten des Krieges liegt über Dänemark-Norwegen, als der junge Küstersohn Lars Linde im Jahre 1801 nach dem Tod der Mutter das Elternhaus und seine geliebte Schwester Eline verlässt, um bei dem reichen Kaufmann Marcus Gjög auf dessen Geheiß in Lehre zu gehen.
Die Handlung dieser Sammlung satirischer Novellen spielt auf drei Kontinenten: In der Titelerzählung macht ein Privatdetektiv in der französischen Unterwelt Jagd auf einen verschwundenen Affen, der gleichzeitig ein Meisterkünstler ist; in Amerika setzt ein Unternehmer all seine Ersparnisse auf "die große Chance"; und in "Leda mit dem Schwan" terrorisiert eine weiße Frau ihre afrikanischen Zeitgenossen mit aufdringlicher Freundlichkeit, die allerdings eines Tages plötzlich umschlägt.
Der Band enthält die Texte "Das Märchen", "Ein Totschlag", "Der Riskonto", "Karlis Freude", "Klein-Bertas Pfingsten", "Drei Geschichten vom Amt", "Der alte Uhrmacher", "Die Großmutter", "Opfer", "Verwehen", "Ihre erste Rede", "Heimkehr" und "Dioskuren"; manchmal heitere, öfter traurige, immer aber genau beobachtete Miniaturen aus dem alten Wien, die mittlerweile natürlich alle "von früher", aber darum nur umso interessanter sind, schon da sie uns Einblicke in ein heute vergessenes alltägliches Leben bieten, dass uns oft genug alles andere als alltäglich dünkt.
Das schönste Geschenk, dass Professor Bürgel aus seinen Studienjahren in Spanien mit nach Deutschland nahm, war seine bildhübsche Frau Maria, sein Ein und Alles.
Den Glauben, die Berufung auch als Beruf auszuüben: Diese Entscheidung seinen Mitmenschen und besonders seiner Familie verständlich zu machen ist nicht immer einfach.