Die mecklenburgische Landesgeschichte ist nach der friedlichen Revolution 1990 Teil der neu geschaffenen Landesidentität Mecklenburg-Vorpommerns geworden.
Anhand der Lebens- und Wirkungsgeschichten von Cellistinnen untersucht Katharina Deserno den Wandel der Weiblichkeitsbilder, die für einen Transformationsprozess prägend waren.
Elektroakustische Musik hat auch vor der DDR nicht Halt gemacht: Es wurden westliche Werke rezipiert und auch, wenn es erst ab Mitte der 80er Jahre geeignete Studios in der DDR gab, haben einige Komponisten kreative Möglichkeiten gefunden, sich mit elektroakustischer Klangerzeugung und -bearbeitung zu beschäftigen.
Als ab 1963 das Thema Bildung in Deutschland politische Bedeutung erlangte, geschah dies in sehr unterschiedlichen Ausprägungen: einer individualistisch und einer gesellschaftlich gedacht emanzipativen; einer szientistischen und einer bedarfsplanerischen; einer wertetradierenden als auch einer neuhumanistischen Diskursformation.
Während Fabriken in der Früh- und Hochindustrialisierung weitgehend als düstere Stätten der Arbeit galten, die vom Mittelstand so weit wie möglich gemieden wurden, zog es Ende des 19.
Der Band leistet einen zentralen Beitrag zur weiblichen, universalgelehrten jüdischen Intelligenz Wiens der Zwischenkriegszeit am Beispiel Marianne Beths, Österreichs erster promovierter Orientalistin und Juristin, erster niedergelassener Rechtsanwältin und Strafverteidigerin, einer Ikone der internationalen bürgerlich-liberalen, akademischen Frauen- und Friedensbewegung, der ersten und einzigen Frau, die in Anerkennung ihrer Forschungsleistungen 1930 im Alter von 40 Jahren mit dem Preis der Berliner Kant-Gesellschaft, des weltweit größten Philosophenverbands, ausgezeichnet wurde.
Ob Edward Snowden, den manche Politiker in den Vereinigten Staaten mit einer Verratsanklage überziehen wollen, ob rechtsradikale Pöbler, die Politiker als "Volksverräter" schmähen, ob Oppositionelle in der Türkei, die als "Hochverräter" denunziert werden – es scheint so, als wenn derzeit ein überlebter Begriff eine neue Konjunktur erfährt.
Die paternalistisch-autoritäre Gesellschaftsvorstellung der SED sah persönliches Engagement nur innerhalb staatlicher Strukturen vor, eine gesellschaftliche Selbstorganisation war in der DDR unerwünscht.
Das Wiener Totenbeschreibamt ist ein zu 'policeylichen' Zwecken eingesetztes Verwaltungs- und Kontrollinstrument, das die Aufnahme von evangelischen Sterbeeinträgen vor dem Hintergrund des monokonfessionell-katholischen Herrschaftsanspruches als Besonderheit in Erscheinung treten lässt.
Die Geschichte der Kinderheime des Landkreises Köln reicht zurück bis in die Mitte der 1920er Jahre, als gesellschaftspolitische Bedingungen nach dem Ersten Weltkrieg die Gründung des landkreiseigenen Kindererholungsheims in Barkhausen an der Porta Westfalica notwendig machten.
Das vorliegende Buch rekonstruiert die Erforschung von Substanzen gegen Schadinsekten in Museumsbeständen vor dem historischen Kontext der Heranbildung von Nationalstaaten, des Kolonialismus, einer erstarkenden chemischen Industrie, des Ersten Weltkriegs sowie der daraus entstandenen und breit angelegten Hygienebewegung.
Der Band bietet einen Überblick über die Rechtsstellung von Fremdgruppen in Herrschaftsverbänden und Gesellschaftsordnungen der mediterran-europäischen Welt.