Als der Nationalökonom Karl Bücher 1896 die Konjunktion aus Arbeit und Rhythmus prominent machte, barg sie für ihn zunächst eine Antwort auf Entfremdungserfahrungen durch die industrielle Moderne.
"Werte", gar "unsere Werte", werden immerzu im Munde geführt – Christoph Möllers geht der Frage, was genau mit dem Begriff verhandelt werden soll, auf den Grund.
Im Aufmacher sieht Moritz Rudolph die Zeit des Bürgertums enden und die Rückkehr der Könige kommen, was noch lange nicht heißt, dass irgendwas wird, wie es war.
Gleich drei Bücher unter Trump tätiger (und leidender) Diplomaten und Bürokraten liest Benjamin Nathans: Das Sittenbild, das sie zeichnen, lässt einem erneut das Blut in den Adern gefrieren, nicht zuletzt angesichts von Trumps Impeachment-würdigem Ukraine-Erpressungsversuch.
Die Lebenswelt der alten Griechen neu entdeckt: Schönheit, Lebensfreude, Geist und die Lust zum RisikoTonio Hölscher, einer der weltweit angesehensten Altertumsforscher, bietet eine ebenso überraschende wie fulminante Neudeutung eines der schönsten und zugleich rätselhaftesten Denkmäler der Antike.
Nominiert in der Shortlist zum »Besten Wissenschaftsbuch des Jahres«»Robin Lane Fox' neues meisterhaftes Buch kommt gerade im rechten Augenblick: eine lebendig geschriebene Geschichte der Medizin im antiken Griechenland.
Kenntnisreich und berauschend witzig beschreibt Mark Forsyth in seiner feuchtfröhlichen Kulturgeschichte des Betrunkenseins, warum wir evolutionär danach streben, dem Alkohol zuzusprechen.
Vor dem Hintergrund weltgeschichtlicher Verwerfungen erlebt Paris in den Jahren 1940 bis 1950 seine Wiedergeburt: Mit großer Erzählkunst lässt Agnès Poirier den Flair und das geistig-künstlerische Leben in einer der aufregendsten Metropolen der Welt lebendig werden.
Mehr als 1 000 Jahre vor Kopernikus, Galilei und Newton haben viele Gelehrte das Wissen der Antike bewahrt, Naturerscheinungen beobachtet und experimentiert.
Karin Plehn untersucht in ihrer historischen Arbeit die Erzählungen von Teilnehmern des Transformationsprozesses der Genossenschaftsbanken in der Wendezeit von DDR zu BRD.
In Niedersachsen stößt man an überraschend vielen Stellen auf jüdische Kultur: auf Spuren des kulturellen Erbes, auf Initiativen, auf Projekte, in denen es um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jüdischer Kultur im Land geht, auf Kooperationen mit Israel.
Als der Historiker und Comedian Sebastian Schnoy die vergangenen Jahrhunderte nach den besten Finanzstrategien durchsuchte, wurde er selbst zum Goldgräber.
Marginalien, Exlibris und Supralibros – Besitzeinträge sind ähnlich wie Bücherverzeichnisse von Bibliotheken eine wahre Fundgrube für Buchhistorikerinnen und Buchhistoriker.
Zeitweiliger Wohlstand lässt als selbstverständlich hinnehmen, was uns in der Not als unentbehrlich zum Leben bewusst wird: das einfache tägliche Brot.