Dieser Band des "Jahrbuchs für Regionalgeschichte" deckt chronologisch, räumlich und methodisch ein breites Spektrum ab: Ingrid Bátori legt grundlegende Befunde zur demographischen und sozialen Entwicklung der schwäbischen Reichsstadt Nördlingen an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit vor.
In Vergangenheit unter dem Mikroskop erforscht Musil-Gutsch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Natur- und Geisteswissenschaftlern im deutschsprachigen Raum um 1900.
Der menschliche Körper war lange Zeit nur von Interesse, weil er eine beobachtbare abhängige Größe abgab, nicht weil ihm eine Eigenmächtigkeit zugesprochen wurde.
Das Ende des Ersten Weltkriegs, der Untergang der Monarchien und die Revolution bedeuteten nicht nur den Zusammenbruch von Recht und Ordnung: Die Zäsur von 1918/19 war im mitteleuropäischen Kontext auch ein symbolischer Kollaps der überlieferten Ordnungsbegriffe und Sinngebungen, der zur Neuorientierung herausforderte.
Die Beiträge des Jahrbuchs widmen sich neben bisher unentdeckten Schriftquellen aus Archiven, die einen Einblick in die Entwicklung der Universitäten in Ostmitteleuropa in den 1950er Jahren geben, auch bisher unterschätzten Universitätsprogrammen der Frühen Neuzeit aus Tübingen sowie weitgehend unerforschten Zeptern, die von der materiellen Kultur in Freiburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart zeugen.
Verschiedene Perspektiven der Psychiatriegeschichte zusammenzuführen – dieses Ziel haben sich die Autorinnen und Autoren dieses Bandes zur Aufgabe gemacht.
Der Briefwechsel zwischen dem tschechischen Historiker und Literaturtheoretiker Balbín und dem deutschen Pädagogen, Dichter und Dramatiker Weise bildet einen anschaulichen Beleg für den Wissenschaftstransfer in der Frühen Neuzeit über konfessionelle Schranken hinweg: Balbín war Jesuit, Weise hingegen Protestant.
Im seit 2018 etablierten "Forum Kommunikationsgeschichte" greift Stefanie Averbeck-Lietz aktuelle Fragen kommunikationswissenschaftlicher Lehre auf und Frank Bösch benennt Perspektiven der Mediengeschichte im digitalen Zeitalter.
Im politischen und gesellschaftlichen Gefüge Roms bedeutete die Etablierung des Principats eine gravierende Veränderung: Mit dem Kaiser gab es nun einen Akteur, der weitgehend konkurrenzlos im Mittelpunkt des politischen und gesellschaftlichen Lebens stand.
Der Band präsentiert in 26 Beiträgen Forschungen über deutsche und europäische Fürstenhöfe und deren internationale Verbindungen, vergleichende Perspektiven auf verschiedene Länder im Heiligen Römischen Reich, Gelehrte und Bildung an Höfen und in Städten sowie zur Geschichte von Universitäten und Schulen.
Im aktuellen Jahrbuch für Regionalgeschichte blickt Marcel Korge auf die soziale Sicherung für "arbeitslose" Gesellen durch obersächsische Handwerkskorporationen im 18.
Die komplexe Geschichte der hellenistischen Staatenwelt ist in ihren größeren Zusammenhängen einzig durch das umfangreicher erhaltene Werk des arkadischen Politikers und Geschichtsschreibers Polybios fassbar.
"Wilde Kinder", vielen Quellen zufolge in frühester Kindheit in die Wildnis geraten, um nach jahrelanger Isolation den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden, sind spätestens seit Truffauts Der Wolfsjunge einem breiten Publikum bekannt geworden.
Weibliche religiöse Rollen im antiken Rom wurden in den 1990er Jahren – trotz spezifisch weiblicher Opferkompetenzen in der öffentlichen Religion – als den männlichen untergeordnet und marginal interpretiert.
Landschaft ist, sie wird geformt, wahrgenommen und dargestellt – vier Aspekte, die die Mehrdeutigkeit des Landschaftsbegriffs, seine natürlichen und kulturellen Seiten offenlegen.
Das Altgriechische hat wie das Lateinische seine Funktion als Literatursprache mit dem Ende der Antike nicht verloren, sondern wurde vor allem seit der Renaissance in Europa und darüber hinaus wieder als solche verwendet.