Gradziele, Maßnahmenpakete, Kommissionen, EU-Beschlüsse, Kohlendioxidwerte, Fahrverbote, Kohleausstieg, Jobverlust: Wer die Diskussion um den Klimawandel und Klimaschutz als Otto-Normal-Verbraucher verfolgt, sieht sich zwischen Verwirrung und Überforderung konfrontiert, zuweilen auch mit offenkundigen Klimawandelleugnern, die die Wirklichkeit und Wirkzusammenhänge realitätsfern interpretieren.
Missionarische Vegetarier, die jedes Schnitzel auf den Prüfstand stellen, militante Veganer, die auch den familiärsten Geburtstagsbrunch zur Zerreißprobe machen, steinzeitliche Paleo-Verfechter, die sich in die vorindustrielle Zeit zurückwünschen, Hardcore-Intervall-Fastende, die der Körpermaschine den Treibstoff verweigern, gerade um sie zu Höchstleistungen anzutreiben: Essen ist schon lange keine körperliche Bedürfnisbefriedigung mehr, sondern gleicht – zu Weihnachts- und Religionsfeierlichkeiten aller Art umso mehr – Dogmen der Kategorie theologischer Unumstößlichkeit – Heilsversprechen inklusive.
Ordnungssystem, Gesprächspartner, externes Bewusstsein: Für Kursbuch 199 hat Armin Nassehi den Soziologen André Kieserling zum Interview über Niklas Luhmanns Zettelkasten getroffen.
Mitarbeitergespräche sollten keine Alibifunktion einnehmen, sondern eine gezielte Kommunikationsbasis in Unternehmen darstellen, um Konflikte zu vermeiden, Motivation zu fördern, Abläufe zu verbessern und Effizienz zu steigern.
Das Buch widmet sich einem der drängendsten Probleme von Politik und Gesellschaft, nämlich der Feststellung, dass die Bildung in Deutschland nicht den gebührenden Stellenwert besitzt.
In dem Buch wird der Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen für die Klinische Sozialarbeit im Krankenhaus und in den klinischen Behandlungskonzepten nachgegangen.
Oliver Marusczyk und Natascha Müller bewerten in einer vergleichenden sozialwissenschaftlichen Untersuchung das analytische Potential zeitgenössischer marxistischer Rezeptionen des Nationalsozialismus.
Mit dem Start des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" und mit der Einführung des BKiSchG hat sich für die Soziale Arbeit ein lang gefordertes Arbeitsfeld verankert: Frühe Hilfen.
Sie hat es getan: Die schlechteste Hausfrau der Welt hat ihren Mann verlassen und ist mit ihren beiden Kindern in eine eigene Wohnung gezogen – oder wie sie sagt: Sie wurde weggentrifiziert nach Lichtenrade.
Kaum ein anderes Ereignis ist für ein Menschenleben so sehr mit Rollenzuschreibungen und Körperlichkeit verbunden – doch was bedeutet Kinderkriegen jenseits romantischer Vorstellungen von Kreißsaalglück und Familie?
Die moderne kapitalistische Gesellschaft produziert Ungerechtigkeit und Ausbeutung ungeahnten Ausmaßes und zehrt unsere natürlichen Lebensgrundlagen auf.
Jessica Wilker erzählt Geschichten von ganz normalen Menschen und zeigt exemplarisch, dass gelingende Beziehungen ein Gleichgewicht brauchen und keine einseitige Angelegenheit sein dürfen.
Während es üblich geworden ist, innerhalb der Kulturwaren zu differenzieren, um so deren vermeintliche Freiheitspotentiale zu entdecken, haben es sich die Autoren dieses Bandes vorgenommen, die Kulturindustrie als das zu kritisieren, was sie ist: Produkt und zugleich Produzentin des falschen Ganzen, als welche sie Adorno zu seiner Zeit verurteilte.
Philip Meinholds siebzigjährige Mutter äußert überraschend den Wunsch, gemeinsam mit ihren drei Kindern und den älteren der Enkel nach Auschwitz zu fahren.