Der Künstler Francesco Matarrese unternimmt in diesem Notizbuch eine Neulektüre von zwei Texten der Moderne: In einer »extremen Begegnung« stellt er Recentness of Sculpture (Neuerdings die Skulptur) des amerikanischen Kunstkritikers Clement Greenberg von 1967 einem Auszug aus Lotta contro il lavoro!
Christoph Menke (*1958), Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, beschäftigt sich in seinem Essay mit der Frage, wie oder wo Gleichheit zwischen den Menschen besteht.
Dieses Notebook ist eine Hommage des Kurators Hans Ulrich Obrist an den in diesem Jahr verstorbenen französischen Schriftsteller, Dichter und Philosophen Édouard Glissant (1928–2011).
Im Zeitlupentempo zoomt der Literat Rolf Dieter Brinkmann (1940-1975) in die Seitenstraße einer langen gepflasterten Straße, vor einen Hauseingang, unter eine Fensterbank, entlang der Topfpflanzen und schließlich hinein in eines der gelb leuchtenden Fensterrechtecke.
In den letzten Jahrzehnten hat das Interesse des Kunstbetriebs an Archiven mehr und mehr zugenommen und sich zu einem regelrechten »Archivierungszwang« entwickelt.
Der überarbeitete und erweiterte BMW Art Guide by Independent Collectors präsentiert 304 öffentlich zugängliche Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst – große wie kleine, bekannte wie noch unentdeckte.
»Man betrachte eine fiktive multiple Integralgleichung, die eine fehlerhafte Trope und ein ernster Scherz ist, und versuche dabei, sich vorzustellen, wie eine intersektionale – oder intra-aktionale – Theorie in Terrapolis aussehen könnte.
Der Philosoph Graham Harman wiederholt das bekannte Gleichnis Sir Arthur Stanley Eddington aus dem Jahre 1927 der »zwei Tische«: den vertrauten »Tisch des täglichen Lebens« und dessen Nebenbuhler, den »wissenschaftlichen Tisch« der Physik.
For this series, artist Lawrence Weiner (*1942) has made an artist's book in exactly the same format (A6) and with the same number of pages (24) as his first contribution to documenta 5 in 1972, curated by Harald Szeemann.
»Für mich bedeutet Kreativität auch, ein Hotel in Kabul aufzumachen«, erklärte Alighiero Boetti, und realisierte diesen Plan 1971 während seines zweiten Aufenthalts in Afghanistan, als er mit seinem Freund Gholam Dastaghir das One Hotel eröffnete, das für sechs Jahre bestand.
The revised and extended BMW Art Guide by Independent Collectors presents 304 private collections of contemporary art accessible to the public-featuring large and small, famous and the relatively unknown.
Inspiriert von Touren in Reiseführern oder Vermittlungsangeboten in öffentlichen Museen bietet Gehen, Finden, Teilen Kindern und Familien, aber auch Comic-Fans und erfahrenen Ausstellungsbesucher*innen alternative Perspektiven auf die documenta fifteen.
Der früh verstorbene US-amerikanische Künstler Mark Lombardi (1951–2000) produzierte visuelle Netzwerke und Diagramme, die die unsichtbaren Verknüpfungen zwischen politisch-ökonomischen Vorgängen, Korporationen und Individuen transparent machen.
In 1973, an employee of the Deutsche Bank in Heidelberg identified the influential sociologist of literature and Marxist Gyorgy Lukacs (1885-1971) as the owner of a mass of material that had been deposited there in 1917.
Under the guiding principle of lumbung, the Indonesian collective ruangrupa is less concerned with individual works than with forms of collaborative working.
Der Künstler, Autor und Kurator Malašauskas veranstaltet für sein Notizbuch eine schriftliche Séance mit fünf Teilnehmern: der Burlesque-Legende Dixie Evans, dem Künstler Christodoulos Panayiotou, der Literaturwissenschaftlerin Ruth Robbins, der Künstlerin Jessica Warboys und der Tänzerin Hélène Vanel.
Inspired by the tours featured in travel guides or educational offerings at public museums, Walking, Finding, Sharing offers children and families, but also comic fans and experienced exhibition visitors, alternative perspectives on documenta fifteen.
Mit dem hundertsten Notizbuch zur dOCUMENTA (13), einer erneuten Lektüre des Hauptwerkes von Rudolf Arnheim, Art and Visual Perception: A Psychology of the Creative Eye (1954), setzt Carolyn Christov-Bakargiev dem abstrakten Kunstdiskurs der Gegenwart die konkrete Wahrnehmung und das Werk selbst entgegen.
Inspiriert von Touren in Reiseführern oder Vermittlungsangeboten in öffentlichen Museen bietet Gehen, Finden, Teilen Kindern und Familien, aber auch Comic-Fans und erfahrenen Ausstellungsbesucher*innen alternative Perspektiven auf die documenta fifteen.
In einer Zeit, in der der Austausch mit der Welt meist über das Internet erfolgt, wird dieser vorwiegend durch Vorgaben und Formate der Suchmaschine Google reguliert, die für den Philosophen und Medientheoretiker Boris Groys damit die traditionelle Rolle der Philosophie und Religion eingenommen hat.
Über das Medium Hypnose und seine Anhänger zieht der Philosoph Pascal Rousseau in seinem Notizbuch eine Verbindung zwischen dem Fin de siècle und dem angebrochenen 21.
In seinem Notebook beschreibt Stephen Muecke die Werke des Aborgine-Künstlers Butcher Joe aus Goolarabooloo, der das Hauptgedankengut seiner Kultur in seinen Zeichnungen veranschaulichte, die hier reproduziert sind.
Claire Pentecosts »Notizen aus dem Untergrund« geben sonderbares und transdisziplinäres Wissen über den pflanzlichen Boden, seine Vorlieben und Bewohner preis.
»Wir leben in einer von uns selbst konstruierten Welt […], und ich möchte dieseMerkwürdigkeit unter dem Gesichtspunkt des Materials betrachten«, sagt der Künstler Jimmie Durham.
Radikal, persönlich, unbequem – Miriam Cahn in ihren eigenen WortenDie Schweizer Künstlerin Miriam Cahn zählt zu den wichtigsten und kompromisslosesten Stimmen der zeitgenössischen Kunst.
In seinem Notizbuchbeitrag überträgt der Philosoph Éric Alliez Überlegungen seines im Entstehen begriffenen Buchprojekts zur Diagrammatik und deren Implikationen für den Bereich der zeitgenössischen Kunst visuell auf die Gestalt des Textes selbst und reagiert damit auf das Format der deutsch–englischen Publikationsreihe, für die in der Regel Texte in einer Länge von 3000 Wörtern in Auftrag gegeben werden: Der Text besteht aus drei Teilen, wobei in Teil I und Teil III nur einige ins Englische übersetzte (oder original deutsche) Wörter lesbar sind, während der Rest des französischen Ursprungtextes unter einer Durchstreichung durchschimmert, so dass der Gesamtkontext in einem kontinuierlichen Hin und Her zwischen Sprachen sowie Lesbarkeit und Unlesbarkeit vom Leser dechiffriert werden muss.
Während ihres Exils auf der Flucht vor den Nationalsozialisten entfaltete sich ein intensiver Austausch zwischen dem Schriftsteller Thomas Mann und dem vierzig Jahre jüngeren Philosophen und Musiktheoretiker Theodor W.
Ausgehend von der kuratorischen Struktur der dOCUMENTA (13) mit ihren vier Seinszuständen – im Belagerungszustand, auf der Bühne, auf dem Rückzug und im Zustand der Hoffnung –, unternimmt Iwona Blazwick einen historischen Exkurs ins Ausstellungswesen.