Im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit wird hier erprobt, wie einzelne Bestandteile in Wort-Bild-Kombinationen inhaltliche Potentiale unterschiedlicher antiker und mittelalterlicher Traditionen in neue Kontexte vermitteln und mit welchen Auswirkungen sie sich mit anderen Bildlichkeitselementen zu größeren bildlichen oder verbalen Konstellationen erweitern.
Diese interdisziplinäre Untersuchung erschließt den Inhalt nur in historischen Publikationen erhaltener und bisher kaum erforschter Texte für den Witwenstand: Witwenspiegel, Gebetbücher, Traktate und Predigten.
Mit dem Thema „Körpergedächtnis“ wird ein Problem in den Blick genommen, das für die abendländische Kultur zentral ist: die Beziehung von Körper und Geist.
Bartholomäus Ringwaldt (1530/31-1599) gehört zu den markantesten Schriftstellern lutherisch-protestantischer Provenienz aus dem letzten Drittel des 16.