Ein Brandpfeil, abgefeuert von Big Old Shane, dem früheren Waffenmeister von Arwenack Castle, stach in zitternder Bahn auf die spanische Dreimast-Karavelle zu, senkte sich auf seiner Flugbahn und bohrte sich zischend ins Hauptdeck.
Die Männer vom Preßkommando der "Marygold" merkten zu spät, auf was sie sich eingelassen hatten, als sie den Mann aus Cornwall vor der Hafenkneipe einkreisten.
Dan O´Flynn meinte, vor sich einen riesigen Damm zu sehen, einen Damm, auf dem man Bohnen gepflanzt hatte - wegen der Bohnenstangen, die aus dem Damm aufragten.
Spaß muß sein, dachte Philip Hasard Killigrew, und darum gestattete er es den fremden Gauklern, ihre Kunststücke den Seewölfen an Bord der "Isabella" vorzuführen.
Es war ein eigenartiges Geräusch, das die vier Seewölfe hörten - scharf, schabend, begleitet von einem ganz leichten, metallischen Singen, haargenau so, als werde ein Degen mit einem Ruck aus der Scheide gezogen.
Dieses Mal hatten die Seewölfe Verbündete - Geusen, mit denen sie Schulter an Schulter kämpften, aber da war Verrat im Spiel, und das merkten Philip Hasard Killigrew, Al Conroy und Sam Roskill in der Schenke der Basken zu spät.
Der Ausguck im Großmars der Kriegsgaleone "Candia" stieß einen würgenden Laut aus, denn was sich von Steuerbord achtern heranschob, sah in dieser Regennacht wie eine gewaltige Gespenstererscheinung aus.
In Cadiz versengte Admiral Drake dem König Phillip von Spanien den Bart, und daran hatte Philip Hasard Killigrew, Kapitän der "Isabella" auch gar nichts auszusetzen.
Der spanische Viermaster war ein Brocken, der für die Seewölfe nicht so leicht zu verdauen war, außerdem hatte es sich der spanische Kommandant in den Kopf gesetzt, die "Isabella" abzufangen, bevor sie das Kap im Süden Afrikas rundete.
Dieses Atoll war wirklich voller böser Überraschungen, und dem eisernen Profos Ed Carberry standen buchstäblich die Haare zu Berge, obwohl er unter Wasser schwamm - und gegen eine Muräne zu kämpfen war eine andere Sache, als mit einem lausigen Don die Klinge zu kreuzen.
Es waren Diamanten, die von den Spaniern aus den Minen auf dem Isthmus von Kra ausgebeutet und kistenweise in die Laderäume der "Santa Trinidad" verladen worden waren.
Als sie die große Bucht an der Küste Borneos ansteuerten und Anker warfen, sah alles ganz friedlich aus, keineswegs kriegerisch, denn die Eingeborenen in dem Pfahlbaudorf flohen kreischend in den Urwald.
Die riesige Kriegsdschunke kreuzte den Kurs der "Isabella", und es war nicht ganz klar, ob das nur eine Drohgebärde sein solle, oder ob man darauf lauerte, im günstigsten Moment loszuschlagen.