Die nationalsozialistische Politik forderte die Unterwerfung des wissenschaftlichen Denkens und Handelns unter die NS-Ideologie, mithin die völlige Gleichschaltung der Wissenschaften und deren In-Dienst-Stellung in das System.
Die Globalisierung ist ein Thema, das seit einigen Jahren eine prominente Stelle innerhalb der sozial- und geschichtswissenschaftlichen Forschung einnimmt.
Lothar von Arnauld de la Perière war – gemessen an versenkter Tonnage – der erfolgreichste U-Bootkommandant nicht nur des Ersten Weltkrieges, sondern der gesamten Seekriegsgeschichte.
Der Band, der aus einer Würzburger Tagung der Ranke-Gesellschaft hervorging, greift den in den öffentlichen Medien viel diskutierten Themenkomplex "Flucht, Vertreibung und Vertriebenenintegration" auf.
Dieser fünfte Band der Publikationsreihe Grenzüberschreitende Zusammenarbeit leben und erforschen: Integration und (trans)-regionale Identitäten umfasst den ersten Teil des im Oktober 2010 durchgeführten Kolloquiums zum Thema "Grenzen überbrücken: auf dem Weg zur territorialen Kohäsion in Europa?
Die Grafen von Diez gehören zu den kleineren Adelsgeschlechtern unterhalb des Fürstenstandes, mit denen eine Beschäftigung aus Sicht der älteren territorial- und verfassungsgeschichtlichen Forschung nicht lohnte, da ihre Herrschaft im Laufe des Spätmittelalters als eigenständige Entität aufhörte zu existieren.
Spätestens seitdem Ronald Reagan die Sowjetunion als "evil empire" bezeichnete, hat es sich eingebürgert, die Sowjetunion und ihre osteuropäische Einflusssphäre als Imperium zu bezeichnen.
Der in Nackenheim (Rheinhessen) geborene Schriftsteller Carl Zuckmayer prägte in seinem Werk Des Teufels General die Metapher von der Völkermühle Europas.
In Geschichtsbüchern ist fast immer nur von Kriegen, Verträgen und diplomatischen Schachzügen zu lesen – wie das konkrete Leben der Zeitgenossen aussah, bleibt meist außen vor.
"Grenzen sind Narben der Geschichte" – sie zu überwinden ist Aufgabe der regionalen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Europa seit Ende der 50er Jahre.
Das Veto des französischen Staatspräsidenten de Gaulle gegen den britischen EWG-Beitritt stürzte die Europäischen Gemeinschaften (EG) im Januar 1963 in ihre erste echte Krise, die EG-Erweiterungskrise.
Susanne Schaule-Lohe stellt in ihrer Untersuchung zur norddeutschen Mühlengeschichte das Familienunternehmen Lange in den Blickpunkt: Es erkannte die Herausforderungen und Chancen in Frühindustrialisierung und Industrialisierung abseits der Zwangsmüllerei und trieb mit seinem Mühlengeschäft die industrielle Entwicklung der Nahrungsmittelbranche in Holstein voran.
Wie wurde in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft des späten Mittelalters Reichtum reflektiert, auf welchen Wertvorstellungen beruhte das Nachdenken über den materiellen Überfluss und wer machte welche Ideen für sich nutzbar?
Diese Pionierstudie schildert die Existenzbedingungen von Berufsköchen seit Beginn des modernen bürgerlichen Zeitalters: Was versteht man unter dem Sammelbegriff "Koch", und welche täglichen Arbeiten sind mit dem Beruf verbunden?
Lenin verstand das sowjetische Konzessionsgeschäft mit ausländischen Privatunternehmern als "eine Art Krieg, ein kriegerischer Wettkampf zweier Methoden, zweier Formationen, zweier Wirtschaftssysteme – des kommunistischen und des kapitalistischen.
Die Nationalisierungs- und Modernisierungspolitik der multiethnischen galizischen Hauptstadt Lemberg führte vor 1914 zur Eskalation des Nationalitätenkonfliktes zwischen Polen und Ruthenen.
Die Kulturgeschichte hat mit dem "spatial turn" den Raum neu entdeckt: als lokale Folie konkreter Handlungsvollzüge und als imaginierte Bezugsgröße umstrittener Bedeutungszuschreibungen.
Die "Heilige Allianz" ist ein Unikat in der Geschichte der internationalen Beziehungen: Sie sollte das Verhältnis der europäischen Mächte auf der Grundlage christlicher Werte neu regeln.
Inwieweit unterschieden oder ähnelten sich Nationalsozialismus und SED-Regime im Hinblick auf die von ihnen vermittelten Moralvorstellungen über Ehe und Familie?
Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war in Deutschland geprägt von öffentlichen Auseinandersetzungen über die eigene Geschichte, von der Suche nach Sinn, Erklärung und Orientierung in der Vergangenheit für eine durch den Zusammenbruch geprägte Gegenwart.