Johann Gottfried Herder hat 1799, achtzehn Jahre nach dem Erscheinen der »Kritik der reinen Vernunft«, eine umfangreiche und scharfe Kritik von Kants theoretischem Hauptwerk verfasst.
Wie unsere Gegenwart in einer vielleicht noch nicht abgeschlossenen Zuspitzung zeigt, ist die Struktur des neuzeitlichen Spannungsfeldes zwischen Aufklärung, Wissenschaft und Religion von einer Bewährungsprobe geprägt, die an eine Zerreißprobe grenzt.
Wie unsere Gegenwart in einer vielleicht noch nicht abgeschlossenen Zuspitzung zeigt, ist die Struktur des neuzeitlichen Spannungsfeldes zwischen Aufklärung, Wissenschaft und Religion von einer Bewährungsprobe geprägt, die an eine Zerreißprobe grenzt.
Die weltweite Diskussion und Rezeption des philosophischen Œuvre von Leo Strauss wurde mit dem 2001 vorgelegten, seit langem vergriffenen Band 3 der Gesammelten Schriften auf eine neue Grundlage gestellt.
Von dem unabgeschlossenen Projekt einer Volksausgabe der Kantischen Schriften in 5 Bänden, mit dem Arnold Kowalewski von der Stadt Königsberg 1941 beauftragt worden war, um einen Überblick über das Kantische Schaffen zu erleichtern, ist allein das Typoskript für Band 1 vollständig ausgearbeitet worden.
Seit seiner Gründung durch Erich Rothacker war das Archiv für Begriffsgeschichte immer beides zugleich: ein Hort materialer Forschung und ein Forum theoretischer Besinnung.
Salomon Maimon, philosophischer Autodidakt und wichtiger zeitgenössischer Kritiker Kants, schreibt in einem Kommentar, dass er angesichts des Spinozismus »vor dem Nichts zurück schaudert«.
In den Jahren 1732 bis 1740 besuchte der Schüler Immanuel Kant das Königsberger Collegium Fridericianum, an dem Jahrzehnte später der junge Herder für einige Zeit als Lehrer tätig werden sollte.
Wie aufgeklart war die europaische Aufklarung im Hinblick auf rechtliche, politische, gesellschaftliche, religiose und kulturelle Egalitatspostulate fur beide Geschlechter, deren Verwirklichung ein Zeitalter der Aufklarung allererst in ein aufgeklartes Zeitalter transformieren konnte?
Destutt de Tracys Ideenlehre entstand an einer historischen Schnittstelle: während der Zeit der französischen Revolution und in der postrevolutionären Ära Napoleons.
Die philosophische Grundhaltung des wohl letzten großen Vertreters der Systemphilosophie, Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), läßt sich nur unter Berücksichtigung seiner Auseinandersetzung mit allen wissenschaftlichen Problemen seiner Zeit rekonstruieren.
Die philosophische Grundhaltung des wohl letzten großen Vertreters der Systemphilosophie, Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), läßt sich nur unter Berücksichtigung seiner Auseinandersetzung mit allen wissenschaftlichen Problemen seiner Zeit rekonstruieren.
Wolffs »Disquisitio philosophica de loquela« entstand 1703 als akademische Zweckschrift, spricht aber eine große Vielzahl an Themen an, die einen lebendigen Eindruck von den Diskussionen und dem wissenschaftlichen Aufbruch zu Beginn des 18.
Dieses Buch bietet erstmals einen methodisch abgesicherten und inhaltlich umfassenden Kommentar zu den beiden Einleitungen in die Kritik der Urteilskraft.
Es ist bezeichnend – aber für unsere Zeit nicht eben schmeichelhaft –, dass fast 370 Jahre nach Descartes' Tod eine seiner entscheidenden Lehren weitgehend unverstanden zu sein scheint: Eine sich selbst genügende Metaphysik, die weder der Grundlegung einer Physik noch einer Moral dient, ist überflüssig.
Die Vorlesung zur Anthropologie oder Menschenkunden, die Kant jeweils im Wintersemester 1772/73 bis 1795/96 hielt, sollte den Studenten zur Orientierung in ihren künftigen Welterfahrungen außerhalb der Universität dienen.