In den beiden Streitschriften Über Kunst und Wissenschaft (1750) und Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen (1755) entwickelt Rousseau den Grundgedanken seiner radikalen Kultur- und Zivilisationskritik.
Dieses Buch entwickelt eine systematische Kritik der Idee und der Ethik der Menschenwürde, argumentiert für einen Menschenwürde-Skeptizismus und für die liberationistische Auffassung, dass wir unser Denken von der Idee der Menschenwürde und dem damit zusammenhängenden Anthropozentrismus in der Moral befreien sollten.
Der renommierte Spinoza-Forscher Wolfgang Bartuschat, dessen gerade abgeschlossene Gesamtübersetzung (PhB 91–96a) heute die maßgebliche deutsche Ausgabe der Werke Spinozas darstellt, versammelt mit diesem Band seine wichtigsten Beiträge zu dessen Philosophie.
Zu Beginn seiner Abhandlung »Über das einsame Leben« (De vita solitaria) schreibt Francesco Petrarca 1346: »Niemand schafft es, lange unter Wasser zu leben.
Dieser neunte Band der »Studien zum achtzehnten Jahrhundert« enthält Vorträge, die anlässlich der neunten Jahrestagung der »Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts« im November 1984 an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken gehalten wurden.
Die verbreitete Legende, dass die Ästhetik des Schrecklichen eine Entdeckung der schwarzen Romantik und der Dekadenz am Fin de Siècle gewesen sei, widerlegt diese Studie, indem sie den Nachweis führt, dass die Frage nach den Gründen des Vergnügens an schrecklichen Gegenständen bereits seit dem frühen achtzehnten Jahrhundert unter den Gelehrten der Aufklärung diskutiert wurde: Angenehme Bestürzung, angenehmes Grauen und schaudervolles Ergötzen – unter diesen Leitbegriffen versuchten sich Kunst- und Literaturtheoretiker von Dubos bis Mendelssohn der gegenüber den reinen Vergnügen weitaus faszinierenderen, Lust und Unlust vermischenden Empfindung zu nähern.
Die Zeit zwischen Siebenjährigem Krieg und Französischer Revolution hat ein Potential an Menschen und Ideen bereitgestellt, das für die weitere Entwicklung von entscheidender Bedeutung war.
Dieses Buch rekonstruiert erstmals die faszinierende Geschichte einer Reihe fiktiver Totengespräche, die zwischen 1729 und 1734 – anonym oder unter Pseudonym und sämtlich als Flugschriften veröffentlicht – in Deutschland erschienenen sind.
Die folgende Untersuchung ist eine Antwort auf die Frage nach dem Ort des 'Irrationalisten' Johann Gottfried Herder innerhalb des Kontinuums der Aufklärung.
Karl Vorländers kleine Kantbiographie, 1911 in erster, 1921 in zweiter Auflage erschienen, ist bis heute – neben Vorländers großem Kant-Werk von 1924 – eine der maßgeblichen Beschreibungen des Lebens Immanuel Kants geblieben.
Die sogenannte »Preisschrift über die Fortschritte der Metaphysik« hat in den letzten Jahren überraschend wenig Aufmerksamkeit in der Kantforschung erfahren.
Kants transzendentale Neubegründung der Philosophie ist durch die fundamentale, aber selten beachtete Konsequenz ausgezeichnet, daß sich der konkrete Gehalt der Vernunftideen nur in einer spontanen Selbstorganisation der Reflexion adäquat darstellt.
Mit seiner Unterscheidung einer "epistemischen" Diskussionsebene der Denker vor Kant (in der von einer Trennung von Bewußtsein und Ding ausgegangen wurde) und der "epistemologischen" Ebene, die mit der Vollendung der Kantischen Kritik erreicht wurde (auf der die grundsätzliche Relation zwischen Sein und Wissen erkannt ist), behandelt Siemek ein in den 80er Jahren im Brennpunkt der Diskussion stehendes Problem.
Der Band enthält die Referate und (in Ausschnitten) die Diskussion einer Tagung, zu der sich 45 Fichteforscher aus aller Welt 1977 in Österreich zusammenfanden.
Im Zeitalter der Aufklärung, schreibt Kondylis, stellt sich das Problem der Sinnlichkeit auf eine besonders dringliche Weise, und so auch dasjenige ihrer Beziehung zum Geist.
Die Vorlesung zur Anthropologie oder Menschenkunden, die Kant jeweils im Wintersemester 1772/73 bis 1795/96 hielt, sollte den Studenten zur Orientierung in ihren künftigen Welterfahrungen außerhalb der Universität dienen.
Die Schrift »Über die Lehre des Spinoza in Briefen an den Herrn Moses Mendelssohn« (1785) dokumentiert und reflektiert das berühmte Gespräch zwischen Lessing und Jacobi vom Juli 1780, in dem Lessing sich zum Pantheismus Spinozas bekannte.
Philosophie als wissenschaftliches System bedarf eines obersten Einheitspunktes, der all ihre Systemteile methodisch zusammenführt, ja ihre Entstehung und ihr Funktionieren allererst ermöglicht und sie im eigentlichen Sinne zur Transzendentalphilosophie macht.
Spinoza und später die englischen 'free thinkers' forderten bekanntlich ein umfassendes Maß an individueller Denkfreiheit (libertas philosophandi), und zwar auch in theologischen Fragen.
Ziel der vorliegenden Einführung ist es, den Text der »Kritik der reinen Vernunft« zu erschließen und dabei auch unterschiedliche Interpretationsrichtungen und -haltungen zu Wort kommen zu lassen, die aber in der Auffassung übereinkommen, dass dieses epochemachende Werk Kants Grundlegung einer kritischen Metaphysik sei – was vielen bis heute nicht zu Bewußtsein gekommen zu sein scheint und wegen dessen undogmatischem Charakter auch eine Herausforderung bleibt.
Obwohl religiöse Toleranz schon immer ein zentrales Problem der christlichen Philosophie und Theologie war, wurde sie in Deutschland erst im Laufe des 18.
Diese Essays können als literarische Neu- und Umformulierung der philosophischen Absichten des Traktats gelten und lassen sich auch als Reaktionen Humes auf aktuelle Probleme lesen.
Die Auseinandersetzung mit Kant, Goethe und Rousseau ist für das Denken Cassirers durchgängig zentral und bestimmend für die Ausarbeitung seines Hauptwerkes, der Philosophie der symbolischen Formen.
Die in diesem Band vereinten Texte (Psychologia empirica, Metaphysica §§ 501-623; Philosophische Briefe: Zweiter Brief an Aletheophilus; Philosophia generalis § 147 I; Aesthetica § 1; Kollegium über die Ästhetik § 1), lassen die Einbettung der Baumgartenschen Ästhetik als der Lehre vom sinnlichen Erkennen in seine metaphysische Gesamtkonzeption deutlich werden.