Spinoza und später die englischen 'free thinkers' forderten bekanntlich ein umfassendes Maß an individueller Denkfreiheit (libertas philosophandi), und zwar auch in theologischen Fragen.
Die klassische deutsche Philosophie nach Kant ist in einem engen Kontakt und argumentativen Austausch unter ihren Protagonisten entstanden und ausgebildet worden.
Ziel der vorliegenden Einführung ist es, den Text der »Kritik der reinen Vernunft« zu erschließen und dabei auch unterschiedliche Interpretationsrichtungen und -haltungen zu Wort kommen zu lassen, die aber in der Auffassung übereinkommen, dass dieses epochemachende Werk Kants Grundlegung einer kritischen Metaphysik sei – was vielen bis heute nicht zu Bewußtsein gekommen zu sein scheint und wegen dessen undogmatischem Charakter auch eine Herausforderung bleibt.
Obwohl religiöse Toleranz schon immer ein zentrales Problem der christlichen Philosophie und Theologie war, wurde sie in Deutschland erst im Laufe des 18.
Diese Essays können als literarische Neu- und Umformulierung der philosophischen Absichten des Traktats gelten und lassen sich auch als Reaktionen Humes auf aktuelle Probleme lesen.
Die Auseinandersetzung mit Kant, Goethe und Rousseau ist für das Denken Cassirers durchgängig zentral und bestimmend für die Ausarbeitung seines Hauptwerkes, der Philosophie der symbolischen Formen.
Die in diesem Band vereinten Texte (Psychologia empirica, Metaphysica §§ 501-623; Philosophische Briefe: Zweiter Brief an Aletheophilus; Philosophia generalis § 147 I; Aesthetica § 1; Kollegium über die Ästhetik § 1), lassen die Einbettung der Baumgartenschen Ästhetik als der Lehre vom sinnlichen Erkennen in seine metaphysische Gesamtkonzeption deutlich werden.
Der Kantische Briefwechsel stellt für die Kantforschung eine profunde Quelle dar: eine Quelle sowohl für Kants äußeren Lebensweg wie auch für die Entstehung seines Werks und dessen unmittelbare Wirkungsgeschichte.
"Mit der Veröffentlichung der 'Aesthetica' löste Baumgarten ein, was er in seiner Metaphysica (PhB 351) im Ansatz formulierte: die Ästhetik als eigenständige Disziplin, das ist als 'Wissenschaft der sinnlichen Erkenntnis', systematisch zu begründen und zur Darstellung zu bringen.
Kant hielt seit 1765 regelmäßig Vorlesungen über Logik, denen er ein Exemplar des »Meierschen Lehrbuchs« von 1752 als Leitfaden zugrunde legte, in welches er fortschreitend Anmerkungen und Erläuterungen eintrug, denen er in seinem Vortrag folgte.
Kant hielt seit 1765 regelmäßig Vorlesungen über Logik, denen er ein Exemplar des "Meierschen Lehrbuchs" von 1752 als Leitfaden zugrunde legte, in welches er fortschreitend Anmerkungen und Erläuterungen eintrug, denen er in seinem Vortrag folgte.
Diese knapp gefaßte Studie zu einem zentralen Problem der Systematik der "Kritik der reinen Vernunft" gibt eine direkt aus dem Text begründete Herleitung der Vollständigkeit der Kantischen Urteilstafel.
Immanuel Kants »Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (1786) wurden bereits von Kants Zeitgenossen als eine sehr schwierige Schrift eingeschätzt, schwieriger noch als Kants Hauptwerk, die »Kritik der reinen Vernunft«.
Das Frage-Buch von Reinhard Brandt beginnt mit einer fulminanten Entdeckung: Die Raum-Zeit-Lehre der Kritik der reinen Vernunft enthält als Subtext einen Gottesbeweis.
Die hier edierten Gesprächstexte vermitteln über biographische Erkenntnisse hinaus Einsichten in einzelne Bereiche von Kants philosophischem Denken und beleuchten u.
Die zweisprachige Ausgabe »Monadologie und andere metaphysische Schriften« ermöglicht ein genaues Studium der Leibnizschen Metaphysik von der Mitte der 1680er Jahre, als die »Metaphysische Abhandlung« entstand, bis zum Ende seines Lebens dreißig Jahre später, als Leibniz seine Monadenlehre entwickelte.
Diese Auswahl konzentriert sich auf die im weitesten Sinne frühromantische Epoche der Entwicklung von 1795 bis 1805, die Schlegel im Anschluss an Kant, der seine Zeit als »Zeitalter der Kritik« charakterisierte, als Epoche der Kritischen Philosophie verstand.
Der zweite Band der Beiträge setzt das vier Jahre zuvor angefangene Projekt einer Aufstellung des Fundaments vom philosophischen Wissen fort und erweitert es in der Anwendung auf Metaphysik, Moral, Religion und Geschmackslehre.
Mit der »Kritik der Urteilskraft« (1790) bringt Kant seine kritischen Untersuchungen zu den Möglichkeiten und Grenzen der reinen Erkenntnisvermögen a priori zum Abschluss.
In den drei kurzen Abhandlungen der 1798 erschienenen Schrift "Der Streit der Fakultäten" erörtert Kant (1724-1804) das Verhältnis der traditionell als 'untere' Fakultät angesehenen Philosophie zu den drei 'oberen' Fakultäten Theologie, Jura und Medizin.
Ein »Wendepunkt der geistigen Bildung der Zeit« - mit diesem Wort hat Hegel, einer der zuvor schärfsten Kritiker Jacobis, im Rückblick prägnant zum Ausdruck gebracht, welche Bedeutung Jacobi im Umbruch von der Philosophie der Aufklärung zur Klassischen Deutschen Philosophie zukommt.
Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) ist eine zwitterhafte Gestalt der deutschen Aufklärung: Auf der einen Seite führten seine polemischen Attacken auf die Vernunft dazu, dass er der Gegenaufklärung zugerechnet wurde, auf der anderen Seite offenbart u.
Ernst Cassirers 1932 erschienene Darstellung der »Philosophie der Aufklärung« zählt zu den herausragenden Standardwerken zur Bestimmung der Leitgedanken der Epoche.
Die Rezeption der Schriften des schottischen Philosophen und Historikers David Hume (1711-1776) hat sich lange Zeit fast ausschließlich auf eine Auseinandersetzung mit seinen erkenntnistheoretischen Überlegungen beschränkt.
Schiller firmiert im kulturellen Bewußtsein als derjenige Dichter, der wie kein anderer die Freiheit des Menschen gegenüber den Naturzwängen zur Grundlage seiner Schriften gemacht hat.
Mit seinem ersten Hauptwerk von 1789 schafft Reinhold die Grundlagen für die Auseinandersetzung mit der Kantischen Philosophie und damit für ein Denken, das die philosophische Landschaft tiefgreifend verändern wird, nämlich für den deutschen Idealismus.