Schellings Vorlesungen von 1803 geben keine didaktischen Anweisungen, sondern erörtern, begründen und betonen die Rolle und Bedeutung des methodischen wissenschaftlichen Denkens für die freie und allgemeine gesellschaftliche Bildung.
Nach jahrzehntelangen Überlegungen über die Prinzipien der Kunst, den Gegensatz zwischen Klassik und Romantik, die Wirkungsweisen von Humor, Ironie und Witz entwickelt Jean Paul (1763–1825) eine philosophisch reflektierte Theorie der modernen Dichtung.
Von den Zeitgenossen als authentische Darstellung der Kantischen Position angesehen, sind die Betrachtungen von 1771 als Paraphrase zu dessen Dissertation De mundi sensibilis.
1728 in London anonym publiziert, behandelt die erste Monographie zu diesem Thema die Grundkonstitution des Bewutseins, das Verhaltnis des Bewutseins zum Selbstbewutsein und das Wissen a priori um die eigene Kausalitat bei Willenshandlungen.
Freges Werk eröffnete und leitete den Prozeß der Emanzipation der Logik von der ontologisch fundierten zur autarken, von allen nicht-logischen Voraussetzungen losgelösten Logik der Zeichen.
In Berkeleys Tagebuch gibt die ungeschminkte Unmittelbarkeit der Reflexion und des Selbstgesprächs einen Einblick in die Entstehung seiner Philosophie, so daß der Leser an den Neuansätzen, die Berkeley immer wieder versucht, teilnehmen kann.
Hegels Korrespondenz vermittelt eine Fülle von Einblicken und Aufschlüssen in philosophischer, gesellschaftlicher, kulturgeschichtlicher, politischer und personeller Hinsicht.
Sowohl die wissenschaftliche als auch die lebensweltliche Praxis sind ohne den Austausch von Gründen nicht denkbar, und dennoch ist notorisch unklar, was man unter Gründen eigentlich verstehen sollte: Was ist ihr ontologischer und erkenntnistheoretischer Status?
Die 'Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie', Husserls letztes, unvollendetes Werk, geht auf Vorträge zurück, die er 1935 in Wien und Prag gehalten hat.
Mit seiner zweifellos wichtigsten religionsphilosophischen Abhandlung von 1806 unternahm Fichte den Versuch, seine Wissenschaftslehre einem breiteren Publikum wenigstens in ihren zentralen Aussagen zugänglich zu machen und das Verhältnis von gelebtem Glauben und wissenschaftlicher Reflexion zu bestimmen.
Philosophische Familien- und Geschlechterkonzeptionen waren zu allen Zeiten ein wesentlicher Bestandteil der philosophischen Arbeit, insbesondere in der politischen Philosophie, da jede gesellschaftliche Ordnung auf einer bestimmten Familienform und darin institutionalisierten Geschlechterverhältnissen beruht.
Brillant geschriebenes und nobelpreisgekröntes Hauptwerk Bergsons, das weit über die Lebensphilosophie hinaus auf die Literatur und Ästhetik der Folgezeit wirkte und auf Autoren wie Proust, Gide, T.
Seit Husserl entfaltete sich die Phänomenologie zu einer eigenständigen Form der Philosophie, die sich in der Philosophie der Gegenwart weltweit etablierte und in verschiedene Richtungen fortentwickelte.
Die Hauptthese der Arbeit besagt, dass der reife Hegel die beiden grundlegenden Probleme der Philosophie der Neuzeit - einerseits eine gesicherte wissenschaftliche Methode und andererseits die Konzeption der Subjektivität - in einen inneren Zusammenhang bringt: In Hegels reifer Logikkonzeption ist die dialektische Methode, wie sie die »absolute Idee« aus der Wissenschaft der Logik darstellt, die reine Struktur und die syllogistische Darstellung der absoluten Subjektivität.
Entgegen der These, Johann Gustav Droysen habe seine in den Vorlesungen zur Historik vorgetragene Geschichtstheorie gegen Hegels Geschichtsphilosophie entwickelt, stellt die Untersuchung die Übereinstimmung der beiden Ansätze bezüglich der jede Geschichtsschreibung leitenden Begriffe heraus.
Das durch Kant herbeigeführte Ende der Metaphysik wirkt wie ein Schibboleth, das die ihm nachfolgenden Denker in Freund oder Feind einer nachkritischen Philosophie teilt.
Die "Zeitschrift für spekulative Physik" diente der Verbreitung und Diskussion der von Schelling inaugurierten Naturphilosophie des Deutschen Idealismus.
Ernst Cassirer beschäftigte sich nicht nur mit den großen Gestalten der Philosophie- und Kulturgeschichte, sondern auch mit den zentralen Problemen der zeitgenössischen Diskussion, die von Einstein, Schlick, Reichenbach, Carnap, Heidegger, Bergson, Croce und Panofsky formuliert wurden.
In diesem elegant geschriebenen Buch entfaltet der Autor in Auseinandersetzung mit Foucault, Wittgenstein, Dewey und anderen eine Philosophie der Somästhetik als Lebenskunst.
Die "Paradoxien des Unendlichen" sind ein Klassiker der Philosophie der Mathematik und zugleich eine gute Einführung in das Denken des "Urgroßvaters" der analytischen Philosophie.
Das Bemühen um eine methodische Grundlegung der Geisteswissenschaften führte Cassirer zu dem Schluß, dass die allgemeine Erkenntnistheorie in ihrer tradierten Form nicht ausreiche, um die verschiedenen Grundformen des Weltverstehens bestimmt voneinander abzugrenzen.
Die Freiheitsabhandlung, 1839 preisgekrönt, aber bis heute als eine Gelegenheitsschrift vernachlässigt, ist die Summe einer kritischen Freiheitsanalyse der Tradition und zugleich der Ausgangspunkt jeder neueren Freiheitstheorie, die wissenschaftlichen Kriterien genügen will.
Mit dem 'Lehrbuch zur Einleitung in die Philosophie', das zwischen 1813 und 1837 in vier immer wieder verbesserten Auflagen erschien, gab Johann Friedrich Herbart (1776-1841) in Auseinandersetzung mit dem Deutschen Idealismus eine umfassende und gründliche Einleitung in die Philosophie, die gleichzeitig zu einem Paradigma philosophischer Didaktik wurde.
Das Fragment einer Reinschrift unter dem Titel Logik, Metaphysik und Naturphilosophie aus den Jahren 1804/1805 bildet den zweiten, jedoch aus sachlichen Gründen abgebrochenen Systementwurf Hegels aus der Jenaer Zeit.
Brentano behauptet in seiner kleinen Schrift "Vom Ursprung sittlicher Erkenntnis" (1874), dass es im Bewußtsein des Menschen einen unmittelbaren Maßstab für richtiges Fühlen, Wollen, Vorziehen und Fürguthalten gibt.
Hartmann sah die Aufgabe der Philosophie nicht in der Überwindung, sondern in der kritischen Reformulierung der klassischen ontologischen Fragestellungen.
Tetens, der als einer der ersten in Deutschland sich mit Hume beschäftigte und starken Einfluß auf Kant ausübte, hat sich während eines Großteils seines akademischen Wirkens mit sprachphilosophischen Problemen befasst.
Mit dem Entwurf eines merkantilistischen, autarken und sozialen Ständestaates liefert Fichte eine der geschlossensten Konkretisierungen seiner rechtspolitischen Ideen, d.
Angesichts der bekannten Problematik, daß Fichte die Wissenschaftslehre in mehr als zehn Fassungen vortrug, selbst jedoch allein die frühe Darstellung der grundlegenden Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1794 (PhB 246) zum Druck brachte, ist die hier erstmalig edierte Erlanger Fassung von Bedeutung.