Der Band versammelt die Beiträge des Darmstädter Gesamtkongresses Gemeindepädagogik 2017, auf dem Perspektiven der gemeindepädagogischen Berufsrolle diskutiert wurden.
Der Religionsunterricht ist an deutschen Schulen in seiner Form als konfessioneller Religionsunterricht zwar de jure garantiert, aber de facto umstritten.
Das Thema religiöser Wahrheit ist innerhalb der Praktischen Theologie in den vergangenen Jahrzehnten kaum explizit bearbeitet worden, obwohl theologisches Arbeiten stets mit der Wahrheitsfrage verwoben und mit impliziten Geltungsansprüchen verbunden ist.
Auch wenn nationale Grenzen nach wie vor die Erfahrungswelt der meisten Europäer prägen, haben die mediale Präsenz anderer Länder, Religionen und Konfessionen, die erzwungene und freie Migration von Menschen, die berufliche Mobilität auf dem globalen Arbeitsmarkt und selbst Urlaubsreisen die Rahmenbedingungen religiöser Sozialisation, Erziehung und Bildung in Deutschland nachhaltig verändert.
Historisch-religionspädagogische Forschung, die sich mit der Dokumentation von Unterrichtsmaterial und der Unterrichtspraxis beschäftigt, bereichert zum einen die historische und gegenwärtige Bildungsforschung, indem einzelne Forschungsdesiderate verringert werden.
Die Frage nach der geschichtlichen Dimension religiöser Sozialisation, Erziehung und Bildung hat sich vor allem in den letzten zehn Jahren als ein gewichtiger intra- und interdisziplinärer Forschungsstrang etabliert.
Der Band dokumentiert eine Tagung des 'Arbeitskreises für historische Religionspädagogik', die sich mit dem Thema 'Religion und Gender' befasste und dieses aus bildungshistorischer Perspektive auf den Umgang mit Heterogenität konzentrierte.
Beim Theologisieren mit Heranwachsenden im Religionsunterricht wird ihnen zugetraut, Fragen zu religiösen Themen zu stellen und eigene Antworten zu finden - kurzum: selbst Theologie zu betreiben.
Der zunehmende Wissens- und Relevanzverlust in Bezug auf die christliche Gottesvorstellung bei Jugendlichen ist eine der akuten religionspädagogischen Herausforderungen.
Wer biblische Wundererzählungen im Religionsunterricht behandelt, sollte einerseits an die theologische Diskussion dieser Gattung anschließen, andererseits das Wunderverständnis heutiger Kinder und Jugendlicher kennen.
Die Studie dokumentiert die Ergebnisse mehrerer empirischer Befragungen von Lehramtsstudierenden der Evangelischen und der Katholischen Theologie in Niedersachsen.
Die vorliegende Studie beobachtet die Praxis des konfessionellen Religionsunterrichts sowie der Konfirmandenarbeit anhand eines Analyserasters aus der Religionswissenschaft, das anhand von überwiegend nicht-konfessionellem Religionsunterricht entwickelt wurde.
Die Etablierung Islamischen Religionsunterrichts und des Fachs Werte und Normen stellen den konfessionellen Religionsunterricht vor große Herausforderungen.
In den letzten Jahren nimmt das Interesse an der Kirchengeschichte wieder zu, im Bewusstsein, dass das Christentum ohne seine Geschichte nicht verstanden werden kann.
Seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention und der staatlichen Förderung von Inklusion an Schulen stehen auch Religionslehrkräfte vor der Herausforderung, ihren Unterricht inklusiv und diversitätssensibel zu gestalten.
Gefühle sind ein wichtiger Teil des menschlichen Lebens und daher von zentraler Bedeutung für Bildungsprozesse im Allgemeinen und religiöse Bildungsprozesse im Besonderen.
Was gewinnt die Religionspädagogik durch eine Auseinandersetzung mit der Inklusionstheorie und was die Inklusionstheorie durch die Auseinandersetzung mit der Religionspädagogik?
Vor dem Hintergrund der kontroversen Diskussionen einer performativen Religionspädagogik widmet sich die vorliegende Studie dem sozial- und kulturwissenschaftlichen Performativitätsdiskurs und entwickelt eine Religionsdidaktik, die explizit das Paradigma des Performativen in den Mittelpunkt rückt.