»Es gibt sehr wenige Leute, die Döblins Bücher zu Ende lesen können, aber sehr viele kaufen sie, und allen steht irgendwie fest, daß Döblin ein großer Erzähler ist, obgleich sie einräumen müssen, daß es furchtbar schwer ist, ihm zuzuhören.
Erfahren Sie alles, was Sie über den Umgang mit Chinesen wissen solltenNach ihrem erfolgreichen Buch »Der China-Knigge«, der Gebrauchsanweisung für das Reich der Mitte, wagen die Autoren mit ihrem neuen Buch einen interessanten Perspektivwechsel: Wie wirken wir selbst eigentlich auf die Chinesen?
Von der aktiven und passiven Natur des Menschen – die wichtigsten aktuellen Essays von Martin Seel, dem eleganten Stilisten unter den deutschen PhilosophenAlles menschliche Verhalten steht in einer grundlegenden Polarität von Bestimmtsein und Bestimmendsein.
War Thomas Manns Meinung gegenüber Frankreich unmittelbar nach Kriegsende noch ganz von einer subjektiven, ideologisch geprägten Ablehnung bestimmt, so hatte sie sich bereits gewandelt, als er im Dezember 1921 diesen Text verfasste.
Den Schriftsteller Kurt Martens hatte Thomas Mann noch zu Simplicissimus-Zeiten kennengelernt und sich zunächst sehr gut mit ihm verstanden – man war seit jener Zeit sogar per Du, auch wurden gegenseitige, zunächst wohlwollende Rezensionen verfasst.
Nicht ohne Widersprüche und Irrtümer, aber dennoch so erkenntnisreich und relevant, »daß ihre Verpönung […] angesichts der Weltwichtigkeit deutscher Selbsterforschung nach meinem Gefühl einen wirklichen Verlust bedeuten würde.
Als Thomas Mann beim Schreiben über die beiden literarischen Denkmäler Goethe und Tolstoi klagte: »Das Bedürfnis und die Gewohnheit, mich ganz zu geben, .
»[…] daß ich keinen vollkommener österreichischen Schriftsteller weiß, als den, dem Ihre Festschrift huldigen soll« – in aller Form gratulierte Thomas Mann hier einem Schriftsteller, mit dem ihn eigentlich lediglich eine flüchtige Bekanntschaft verband.
Das Werk ›Spuk des Alltags‹ (erschienen 1920) des Münchener Schriftstellers Alexander Moritz Frey erregte die Gemüter: Obwohl literarisch und stilistisch seriös, stehen dennoch Themen wie Tod und Sex im Mittelpunkt, untermalt durch Anklänge fantastischer und wahnhafter Elemente.
Fünf Jahre nach ihrer vorläufigen Einstellung wurden die Bayreuther Festspiele im Jahre 1924 wiederaufgenommen, allerdings erfreute sich die Veranstaltung mittlerweile einer zunehmend offen auftretenden antirepublikanischen Unterstützerschaft.
Thomas Mann rezensiert hier zwei Erzählungen Hermann Ungars, die 1920 erschienen waren und zu den ersten größeren Erfolgen des aus Prag stammenden Schriftstellers zählten.
Mehrfach hat Thomas Mann Gutachten zu unterschiedlichen Themen verfasst und stand für »Streitfrage[n] literarischen Wesens« bereitwillig als Sachverständiger zur Verfügung.
Thomas Mann war bereits lange mit Jakob Wassermann bekannt und hatte sich unter anderem zu dessen Erfolgsroman ›Caspar Hauser oder Die Trägheit des Herzens‹ (1908) anerkennend geäußert, als er im Frühjahr 1921 die Autobiographie des Schriftstellers las, die ihn zu einer schriftlichen Erwiderung anregte.
Thomas Mann gehörte zu den glücklichen Schriftstellern, die nicht nur sehr angesehen waren, sondern von ihrer Arbeit auch mehr als gut leben konnten – der Erfolg der ›Buddenbrooks‹ hatte im Jahr 1901 ein solides finanzielles Fundament für die Familie gelegt.
Die russische Literatur, insbesondere die Werke ihrer bedeutendsten Vertreter wie Leo Tolstoi oder Fjodor Dostojewski hatten die literarische Bildung des jungen Thomas Mann entscheidend geprägt.
»Handelt es sich bei dem Universalismus, dessen die Insel-Bibliothek ein Zeugnis ist, nicht vielleicht um schöne Reste und Trümmer eines großen seelischen Einheitsbaues […]«, die nun nach langer Zeit »wieder zu Tage gefördert werden?
Aus den Tagebüchern Thomas Manns geht hervor, dass er den ›Gruß‹ Mitte Oktober 1920 verfasste, abgedruckt wurde der Text in der Klagenfurter Zeitung vom 24.
Dieser Beitrag für ein Gedächtnisbuch zu Ehren Peter Altenbergs ist an den Herausgeber Egon Friedell adressiert und entstand wohl indirekt als eine Art Dank für dessen wohlwollende Besprechung der ›Betrachtungen eines Unpolitischen‹.
Der Deutschlehrer Wilhelm Schneider setzte sich dafür ein, den »Aufsatzunterricht« zu reformieren, und wandte sich für Anregung und Unterstützung zunächst im Rahmen einer Rundfrage (»Wie lehrt man guten Prosastil?
Handelte es sich um einen Übertragungsfehler oder hatte Theodor Fontane in einem Gedicht aus seinem Nachlass tatsächlich in zwei aufeinanderfolgenden Zeilen das gleiche Wort (»senden«) verwendet?
Der vorliegende Text wurde nicht von Thomas Mann selbst verfasst, sondern basiert auf der Zusammenfassung eines Vortrags, den er während eines kurzen Besuchs am germanistischen Proseminar der Universität Bonn hielt.
»Das ist nicht mehr die Salonunterhaltung des Kopierens, die man kennt; es ist Verwandlung, ein Hinübergehen in den anderen und entbehrt keineswegs des mystischen Einschlages.
Seit den Revolutionsereignissen im November 1918 hatte das Bayerische Staatstheater eine wechselhafte Geschichte erfahren und drohte, zwischen den Interessen Einzelner und den Folgen verschiedenster Intrigen zermahlen zu werden.
Der Privatphilosoph und Abkömmling einer baltischen Adelsfamilie Hermann Graf Keyserling war nach dem Ersten Weltkrieg enteignet worden und setzte sich in der Folge engagiert für eine Verbesserung der Verhältnisse ein, was nach seinem Verständnis bedeutete: Ein neuer Obrigkeitsstaat, keine parlamentarische Demokratie.
Der hier angesprochene Jubilar und Namensgeber des Hans-Pfitzner-Vereins für deutsche Tonkunst wirkte in München sehr erfolgreich als Komponist; zu seinen bekanntesten Werken gehören ›Der arme Heinrich‹ und ›Palestrina‹.
Der kurze Text bezieht sich auf die kurz zuvor verfasste Stellungnahme ›Zum Gewaltfrieden‹ und antwortet auf eine Rundfrage der Zeitschrift Der Spiegel, wo er am 1.
Ohnmächtige Wut über die Anfang Mai 1919 bekannt gewordenen Friedensbedingungen von Versailles klingt aus diesen Zeilen hervor: Thomas Mann äußert seine Bestürzung über »soviel schamlose Brutalität« und wirft den Siegermächten vor, Deutschland und seiner Bevölkerung »das Schicksal Karthagos zu bereiten«.
Auch wenn er sich insbesondere in Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg mehrfach politisch zu Wort gemeldet hatte, stand Thomas Mann dem praktischen Alltagsgeschäft der Politik, wie er es hier ausdrückt, »vollkommen fern«.
In seinen Tagebuchnotizen schildert Thomas Mann humorvoll die Umstände einer häuslichen Aufführung seiner ältesten Kinder, die ihn zu dieser hinreißenden Rezension veranlasste.
Thomas Manns antidemokratische Äußerungen zu Beginn des Ersten Weltkrieges, den er zur damaligen Zeit entschieden befürwortete, hatten zu einem jahrelangen Zerwürfnis mit seinem Bruder Heinrich geführt.
Um nichts weniger als die Zukunft der Literatur nach dem Ende des Krieges ging es der skandinavischen Literaturzeitung Litteraturen in einer Rundfrage, die im Herbst 1918 an mehrere Schriftsteller erging.
»Ein Idyll« entfaltet Thomas Mann in der Erzählung ›Herr und Hund‹ um seinen Protagonisten, »der […] auf den Namen Bauschan hört und gesprungen kommt«.