Schopenhauer (1788–1860) plädiert in seiner Schrift »Über die Grundlagen der Moral« für einen deskriptiven und nicht für einen präskriptiven moralphilosophischen Ansatz.
»Die Lehre vom Begriff« vollendet Hegels philosophisches System mit der Exposition der zentralen Lehrstücke von der unbestimmten Idee als Leben und der absoluten Idee als der höchsten Stufe des Wissens und Verwirklichung der dialektischen Methode.
Von ungewöhnlichem Reiz ist es, wenn Philosophierende in Selbstbiographien einen unmittelbaren Einblick in die eigene Entwicklung von Person und Lehre geben und zu den für sie zentralen Problemen ihrer Existenz Stellung beziehen.
Von ungewöhnlichem Reiz ist es, wenn Philosophierende in Selbstbiographien einen unmittelbaren Einblick in die eigene Entwicklung von Person und Lehre geben und zu den für sie zentralen Problemen ihrer Existenz Stellung beziehen.
Die Philosophie Karl Christian Friedrich Krauses bildet ein ausdifferenziertes idealistisches System, dessen spezifische Differenz zu den zeitgleich entwickelten Ansätzen des deutschen Idealismus der Autor selbst als »panentheistisch« charakterisierte.
Schon unter rein historischem Aspekt muss es verwundern, dass die deutsche philosophische Forschung das Werk des englischen Dichters, Literaturkritikers und Philosophen Samuel Taylor Coleridge (1772-1834) nahezu aus den Augen verlor: Der Begründer der englischen Romantik und scharfe Kritiker des Empirismus seiner Landsleute stand in unmittelbarem Dialog mit den literarischen und philosophischen Exponenten des deutschen Idealismus und vertrat in seinem literarischen und essayistischen Werk eine unmittelbar aus der Auseinandersetzung mit Kant, Fichte und insbesondere Schelling hervorgegangene philosophische Position.
Die gegenwärtigen Bemühungen um eine Ethik sind noch an die metaphysischen Voraussetzungen gebunden, wonach das Wesen des Menschen darin liegt, ein animal rationale und ein vernunftbegabtes subjectum zu sein.
Diese knappe Einführung in die aristotelische Wissenschaft vom Seienden als Seiendem möchte den Fachstudenten der Philosophie dienen, sie richtet sich aber ebenso an jeden, der einen Einblick in ein zentrales Thema des corpus aristotelicum sucht.
Der Begriff ordo bezeichnet eine für das Mittelalter zentrale, gleichwohl aber von den mittelalterlichen Autoren nur selten als solche thematisierte Idee, deren Ausstrahlung — auf mannigfache Weise gebrochen und deformiert — im abendländischen Denken bis in unsere Zeit wirksam blieb.
Die vorliegende Ausgabe der Reden du Bois-Reymonds will einige seiner wichtigsten Arbeiten zu philosophischen, wissenschaftshistorischen und gesellschaftlichen Fragen zugänglich machen.
Diese zweisprachige Studienausgabe enthält das erste Buch der Tusculanae disputationes, ergänzt durch die Traumvision Scipios aus De re publica und die Schrift Cato maior de senectute.
Die vier Phasen der Philosophie und ihr augenblicklicher Stand nebst Abhandlungen über Plotinus, Thomas von Aquin, Kant, Schopenhauer und Auguste Comte.
Die in Form eines Dialogs abgefaßte Streitschrift Alciphron: or, The Minute Philosopher (1732) richtet sich gegen die englischen Freidenker, insbesondere gegen Mandeville, Shaftesbury und Collins.
Vierundzwanzig international renommierte Hegel-Forscher bewerten im zweihundertsten Jahr nach Erscheinen des ersten Bandes von Hegels Wissenschaft der Logik die Bedeutung des Werks im Kontext seiner Philosophie und unter dem Aspekt seines fortwirkenden Einflusses bis in die Debatten der Gegenwart.
In »Materie und Gedächtnis« (1896), seinem Hauptwerk, erörtert der französische Philosoph und Nobelpreisträger Henri Bergson das Zusammenwirken von Körper und Geist in der freien Handlung.
In gut aristotelischer Tradition war das höchste Ziel des menschlichen Lebens auch bei den Philosophen im islamischen Bereich die Erkenntnis, das ideale und vollkommene Leben.
Condillacs philosophisches Schaffen ist vor dem Hintergrund der Erkenntnistheorie John Lockes zu sehen, dessen Standpunkt er radikalisiert, indem er das gesamte menschliche Wissen als einzig aus der Sinneswahrnehmung entstammend betrachtet.
Im "Discours sur l'esprit positif" (1844) begündet Auguste Comte (1798-1857) seinen utopischen Entwurf einer von wissenschaftlichen Prinzipien geleiteten und auf positive Erkenntnisse (wahrgenommene Tatsachen) gestützten zivilisatorischen Erneuerung der bürgerlichen Gesellschaft.
Die in ihrem Umfang knappe, in ihrer gedanklichen Dichte anspruchsvolle Schrift Über Natur und Kunst ist in gleicher Weise für Philosophiehistoriker des Altertums wie auch für Byzantinisten und Historiker der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Philosophie von höchstem Interesse.
Das Lehrgedicht "Über die Monas" bildet das komplexe Herz- und Mittelstück der Frankfurter Trilogie von 1591, der drei großen Schriften über den Aufstieg des Denkens von den einfachen Prinzipien des Wissens zur "höchsten Klarheit" der Erkenntnis und bietet den vielleicht wichtigsten, bislang nur unzureichend ausgewerteten methodischen Schlüssel zum Verständnis von Brunos Kosmologie.
Das Buch gibt in vier Kapiteln – zu Leibniz' ontologisch begriffener Metaphysik des Werdens, zu Fichtes Wissenschaftslehre, zu Hegels »Entwicklung des Begriffs« und zu Kants Kritiken den Nachweis, dass die großen nachkantischen Denker in ihrem Kerngedanken weitaus mehr auf Leibniz als auf Kant zurück-gehen.
Charakteristisch für Hegels Philosophie der Kunst ist es, die Gehalte von Kunstwerken als Medien der Transformation von Bedeutungsstrukturen aufzufassen.
In den Texten aus dem Nachlass, die in dieser Studienausgabe vereinigt sind, kommt es wesentlich darauf an, unterschiedliche Phänomene des Vergegenwärtigens gegenüber dem Wahrnehmen auf der Grundlage reflexiver Bewußtseinsanalyse explizit zur Klarheit zu bringen.
Diese geschichtsphilosophischen, ethischen und politischen Abhandlungen Kants gewähren in beinahe noch höherem Maße als die systematischen Schriften einen Einblick in die Tiefe seiner Persönlichkeit, die Vielseitigkeit seiner Interessen, die Weitherzigkeit seines Menschengefühls.
Wenige Epochen haben sich mit auch nur annähernd vergleichbarem Nachdruck sowohl in die Geschichte der Kunst als auch die der Ästhetik eingeschrieben wie diejenige des frühen Idealismus und der Frühromantik.