Husserls Werk ist an begrifflichen Herausforderungen gewiss nicht arm, was durchaus seiner messianischen Überzeugung entspricht, »dass aus meiner Lebensarbeit eine völlige Umwälzung des ganzen Stils, der notwendigen Problemstellung der gesamten Philosophie der Jahrtausende hervorgeht«.
Der für die Begründung und spätere Ausformung der Husserlschen Phänomenologie programmatische Text Philosophie als strenge Wissenschaft entstand in wenigen Wochen um die Jahreswende 1910/1911 und bildete die erste größere Veröffentlichung Husserls seit seinem vielbeachteten Frühwerk, den Logischen Untersuchungen von 1900/1901.
Dieses dreibändige Werk zur Philosophie der Antike beschreibt deren Entfaltung und ermöglicht dem Leser, anhand einer begründeten Auswahl thematisch aufeinander bezogener Texte den Weg nachzuverfolgen, den die Autoren der Zeit mit dem Ziel gegangen sind, das menschliche Denken und Handeln am 'Anfang aller Dinge' zu orientieren.
Dieses dreibändige Werk zur Philosophie der Antike beschreibt deren Entfaltung und ermöglicht dem Leser, anhand einer begründeten Auswahl thematisch aufeinander bezogener Texte den Weg nachzuverfolgen, den die Autoren der Zeit mit dem Ziel gegangen sind, das menschliche Denken und Handeln am 'Anfang aller Dinge' zu orientieren.
Diese Studie stellt Moses Mendelssohns (1729 - 1786) OEuvre als einen einzigartigen Denkansatz in der sich neu herausbildenden Disziplin einer »philosophischen Anthropologie« dar.
Dieser dem mittleren Werk Platons zugehörende Dialog hat aufgrund der besonderen existentiellen Situation, die in ihm geschildert wird, immer große Faszination ausgeübt.
Die in diesem Band zusammengefassten Schriften geben einen repräsentativen Einblick in den sprachphilosophischen Ansatz Johann Gottfried Herders (1744–1803).
Die Schrift »Über die Lehre des Spinoza in Briefen an den Herrn Moses Mendelssohn« (1785) dokumentiert und reflektiert das berühmte Gespräch zwischen Lessing und Jacobi vom Juli 1780, in dem Lessing sich zum Pantheismus Spinozas bekannte.
"Einem von Augustinus in ""De ordine"" entworfenem Bildungsideal zufolge sollen einige Lehrfächer die Schüler vom ""Körperlichen"" zum ""Unkörperlichen"" führen; sie sollen also ausgehend von unmittelbar nachvollziehbaren, sinnenfälligen Erfahrungen des Menschen zur Erkenntniseiner Wirklichkeit führen, durch die die zunächst wahrgenommene Welt erst begründet wird.
Die Autoren dieses Bandes machen plausibel, dass Aristoteles' Denken trotz – oder teilweise sogar aufgrund – zunächst wenig attraktiv erscheinender Differenzen zu philosophischen Grundtendenzen der neuzeitlichen Philosophie und Geistesgeschichte für heutige Überlegungen fruchtbar gemacht werden kann, und zwar in der Ontologie und Philosophie des Geistes ebenso wie in der Ethik und Ästhetik.
In diesem Band der »Cassirer-Forschungen« werden nicht die bekannteren Gegensätze wie Hermeneutik versus Neukantianismus, Erleben und Verstehen versus Erkennen und Erkenntniskritik untersucht, sondern vielmehr die Gemeinsamkeiten beider Autoren hinsichtlich des Begriffs des Geistes, der Zentrierung des philosophischen Arguments auf Einheit und Ganzheit, der Definition von Wirklichkeit durch einen Begriff von »Energie«, des Konzepts von Individualität und schließlich vor allem hinsichtlich des Ringens um einen tragfähigen Begriff der Neuzeit.
Philosophie als wissenschaftliches System bedarf eines obersten Einheitspunktes, der all ihre Systemteile methodisch zusammenführt, ja ihre Entstehung und ihr Funktionieren allererst ermöglicht und sie im eigentlichen Sinne zur Transzendentalphilosophie macht.
Das elfte Buch der Confessiones führt in die grundlegenden Schwierigkeiten der Frage nach dem Sein der Zeit ein und ist insofern immer noch von systematischem Interesse; es führt zugleich an einer zentralen Frage in das Denken Augustins ein.
Der "Kommentar zu einem Lied der Liebe" des Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494) entstand während des Jahres 1486, zeitgleich mit der Niederschrift der 900 Thesen sowie der dazu einleitenden "Oratio de hominis dignitate" (PhB 427).
Man kann Cassirer als Schöpfer eines eigenen epistemologischen Ansatzes verstehen, der nicht nur bisher ungelöste Probleme der Erkenntnistheorie zu klären vermag, sondern der es ebenso erlaubt, die immer noch umstrittenen Befunde der Relativitätstheorie und Quantentheorie in neuem Licht zu sehen und ihrer vermeintlichen Widersprüchlichkeit zu entkleiden.
Die Namen Heideggers und Cassirers repräsentieren, in verschiedener, ja konträrer Weise, den Bruch mit der metaphysischen Tradition der Philosophie der Subjektivität.
Von den sechs italienischen Dialogen, die Giordano Bruno in den Jahren 1584-1585 in London veröffentlichte, ist Die Kabbala des Pegasus (1585) der fünfte.
Einem Vergleich, der wie der vorliegende Martin Heideggers Seinsdenken und Roman Jakobsons strukturalistische Poetik engführt, fehlt das Tertium comparationis, das sich unmittelbar aus der Sachhaltigkeit von Heideggers und Jakobsons Schriften ergeben könnte.
In seinem 1928 erschienenen Hauptwerk »Der logische Aufbau der Welt« unternahm Rudolf Carnap (1891–1970) den Versuch, die erkenntnistheoretische These des englischen Empirismus, nach der die Basis aller unserer Wirklichkeitserkenntnis in Wahrnehmungserlebnissen bestehe, durch die methodische und zugleich logisch einsichtige Konstruktion der Gegenstandswelt aus solcherart bestimmten Elementarerlebnissen zu untermauern.
Das letzte Werk Ernst Cassirers - The Myth of the State -, legitimiert die Hypothese, Cassirers Philosophie der Kultur enthalte eine Theorie der Politik, die er selbst erst spat zu entfalten begann.
In der Naturgeschichte der Religion (1757) trägt Hume eine Entwicklungsgeschichte des Religiösen vor und ergänzt damit die systematisch orientierte Fragestellung der Dialoge.
Der Versuch einer allgemeinen Auslegekunst ist einer der entwicklungsgeschichtlich bedeutendsten Texte der deutschen Aufklärung zur philosophischen Grundlegung der allgemeinen Hermeneutik.
Die erste Darstellung der Wissenschaftslehre nach der Vorlesung von 1801/1802 bietet bereits eine vollständige Wissenschaftslehre und nicht nur die Grundlage derselben.
In den Studien zum achtzehnten Jahrhundert werden Monographien, Editionen und Aufsatzsammlungen veröffentlicht, die die Verflechtung der philosophischen, politischen, literarischen und gesellschaftlichen Bewegungen des 18.
Die mittelalterlichen logischen Traktate "De obligationibus" legten die Grundlagen für die Ausbildung der Methode der hypothetischen Argumentation, der zentralen Grundformen des wissenschaftlichen Denkens in der Moderne.
Schellings Vorlesungen von 1803 geben keine didaktischen Anweisungen, sondern erörtern, begründen und betonen die Rolle und Bedeutung des methodischen wissenschaftlichen Denkens für die freie und allgemeine gesellschaftliche Bildung.
In der Oratio de hominis dignitate (1486), nach Jacob Burckhardt "eines der edelsten Vermächtnisse der Renaissance", erklärt Pico della Mirandola (1463-1494) die Freiheit zum konstitutiven Element der Wesenswürde des Menschen, da sie es ihm erlaubt, das zu sein, was er will.
Nach jahrzehntelangen Überlegungen über die Prinzipien der Kunst, den Gegensatz zwischen Klassik und Romantik, die Wirkungsweisen von Humor, Ironie und Witz entwickelt Jean Paul (1763–1825) eine philosophisch reflektierte Theorie der modernen Dichtung.
Von den Zeitgenossen als authentische Darstellung der Kantischen Position angesehen, sind die Betrachtungen von 1771 als Paraphrase zu dessen Dissertation De mundi sensibilis.
Das Interesse am Lebenslauf Baruch de Spinozas, das stets das Interesse an seiner Philosophie begleitet hat, ist - im Vergleich zum Interesse an anderen Gestalten der Philosophiegeschichte - ungewöhnlich groß gewesen und bis heute lebendig geblieben.
Die Physik des Aristoteles, einer der Grundtexte des abendländischen Denkens, untersucht die empirischen Voraussetzungen jeder Naturerfahrung und begründet Wissenschaft als gegenstandsbezogene Lehre von den Ursachen und Zwecken sowie den Kategorien, die für die menschliche Erkenntnis des Naturgeschehens leitend sind: Bewegung, Raum, Zeit und Kontinuität.
Die Quaestiones disputatae de veritate entstanden zwischen 1256 und 1259 und zeigen Thomas' Auseinandersetzung mit den erstarrten Lehrmeinungen der Theologie.
Ausgangspunkt des zum Spätwerk zählenden Dialogs ist die Fragestellung nach einer Wesensbestimmung des Sophisten, des Staatsmannes und des Philosophen.