Angeregt von Freunden und Kollegen, hat Ernst Cassirer im amerikanischen Exil mit diesem Werk eine Summe seines Denkens vorgelegt, in der seine Philosophie der symbolischen Formen in ihren Hauptgedanken fortgeführt wird, und zwar in einer Weise, die auch einem breiteren Kreis interessierter Leser zugänglich ist.
Diogenes Laertius' Lebensbeschreibungen antiker Philosophen von den Vorsokratikern bis in die Zeit des Hellenismus sind das umfassendste aus der Antike erhaltene philosophiegeschichtliche Werk des griechisch-römischen Altertums; es stammt - wahrscheinlich - aus der ersten Hälfte des dritten nachchristlichen Jahrhunderts, der Zeit der Blüte der römischen Jurisprudenz und der griechischen philosophischen Aristoteles-Kommentierung.
Der Band enthält die Referate und (in Ausschnitten) die Diskussion einer Tagung, zu der sich 45 Fichteforscher aus aller Welt 1977 in Österreich zusammenfanden.
»Wir dürfen nicht an allem festhalten, was wir gehört und gelesen haben, sondern müssen aufs genaueste die Auffassungen der früheren Generationen prüfen, um hinzuzufügen, was bei ihnen fehlte, und um zu berichtigen, wo Irrtümer unterlaufen waren.
Im Zeitalter der Aufklärung, schreibt Kondylis, stellt sich das Problem der Sinnlichkeit auf eine besonders dringliche Weise, und so auch dasjenige ihrer Beziehung zum Geist.
Die Vorlesung zur Anthropologie oder Menschenkunden, die Kant jeweils im Wintersemester 1772/73 bis 1795/96 hielt, sollte den Studenten zur Orientierung in ihren künftigen Welterfahrungen außerhalb der Universität dienen.
Nachdem zwischen 1993 und 2007 in zweisprachiger, umfangreich kommentierter Edition Dantes »Philosophische Werke« in sieben Teilbänden vorgelegt und damit Korrekturen der stark schulphilosophisch orientierten Historiographie mittelalterlichen Denkens und wesentliche Ergänzungen des gängigen Dantebildes möglich gemacht worden waren, bietet diese neue, einsprachige Studienausgabe einem breiteren Publikum die Möglichkeit, Dante als originellen Denker kennenzulernen, der nicht nur einen eigenständigen Beitrag zur Philosophie seiner Zeit geleistet hat, sondern mit dem Impetus des Aufklärers den Adressatenkreis philosophischer Reflexionen von einer kleinen elitären Gruppe auf alle Menschen ausweiten wollte.
Schopenhauer (1788–1860) plädiert in seiner Schrift »Über die Grundlagen der Moral« für einen deskriptiven und nicht für einen präskriptiven moralphilosophischen Ansatz.
»Die Lehre vom Begriff« vollendet Hegels philosophisches System mit der Exposition der zentralen Lehrstücke von der unbestimmten Idee als Leben und der absoluten Idee als der höchsten Stufe des Wissens und Verwirklichung der dialektischen Methode.
Von ungewöhnlichem Reiz ist es, wenn Philosophierende in Selbstbiographien einen unmittelbaren Einblick in die eigene Entwicklung von Person und Lehre geben und zu den für sie zentralen Problemen ihrer Existenz Stellung beziehen.
Von ungewöhnlichem Reiz ist es, wenn Philosophierende in Selbstbiographien einen unmittelbaren Einblick in die eigene Entwicklung von Person und Lehre geben und zu den für sie zentralen Problemen ihrer Existenz Stellung beziehen.
Die Philosophie Karl Christian Friedrich Krauses bildet ein ausdifferenziertes idealistisches System, dessen spezifische Differenz zu den zeitgleich entwickelten Ansätzen des deutschen Idealismus der Autor selbst als »panentheistisch« charakterisierte.
Schon unter rein historischem Aspekt muss es verwundern, dass die deutsche philosophische Forschung das Werk des englischen Dichters, Literaturkritikers und Philosophen Samuel Taylor Coleridge (1772-1834) nahezu aus den Augen verlor: Der Begründer der englischen Romantik und scharfe Kritiker des Empirismus seiner Landsleute stand in unmittelbarem Dialog mit den literarischen und philosophischen Exponenten des deutschen Idealismus und vertrat in seinem literarischen und essayistischen Werk eine unmittelbar aus der Auseinandersetzung mit Kant, Fichte und insbesondere Schelling hervorgegangene philosophische Position.
Die gegenwärtigen Bemühungen um eine Ethik sind noch an die metaphysischen Voraussetzungen gebunden, wonach das Wesen des Menschen darin liegt, ein animal rationale und ein vernunftbegabtes subjectum zu sein.
Diese knappe Einführung in die aristotelische Wissenschaft vom Seienden als Seiendem möchte den Fachstudenten der Philosophie dienen, sie richtet sich aber ebenso an jeden, der einen Einblick in ein zentrales Thema des corpus aristotelicum sucht.
Der Begriff ordo bezeichnet eine für das Mittelalter zentrale, gleichwohl aber von den mittelalterlichen Autoren nur selten als solche thematisierte Idee, deren Ausstrahlung — auf mannigfache Weise gebrochen und deformiert — im abendländischen Denken bis in unsere Zeit wirksam blieb.
Die vorliegende Ausgabe der Reden du Bois-Reymonds will einige seiner wichtigsten Arbeiten zu philosophischen, wissenschaftshistorischen und gesellschaftlichen Fragen zugänglich machen.
Diese zweisprachige Studienausgabe enthält das erste Buch der Tusculanae disputationes, ergänzt durch die Traumvision Scipios aus De re publica und die Schrift Cato maior de senectute.
Die vier Phasen der Philosophie und ihr augenblicklicher Stand nebst Abhandlungen über Plotinus, Thomas von Aquin, Kant, Schopenhauer und Auguste Comte.
Die in Form eines Dialogs abgefaßte Streitschrift Alciphron: or, The Minute Philosopher (1732) richtet sich gegen die englischen Freidenker, insbesondere gegen Mandeville, Shaftesbury und Collins.
Vierundzwanzig international renommierte Hegel-Forscher bewerten im zweihundertsten Jahr nach Erscheinen des ersten Bandes von Hegels Wissenschaft der Logik die Bedeutung des Werks im Kontext seiner Philosophie und unter dem Aspekt seines fortwirkenden Einflusses bis in die Debatten der Gegenwart.
In »Materie und Gedächtnis« (1896), seinem Hauptwerk, erörtert der französische Philosoph und Nobelpreisträger Henri Bergson das Zusammenwirken von Körper und Geist in der freien Handlung.
In gut aristotelischer Tradition war das höchste Ziel des menschlichen Lebens auch bei den Philosophen im islamischen Bereich die Erkenntnis, das ideale und vollkommene Leben.
Condillacs philosophisches Schaffen ist vor dem Hintergrund der Erkenntnistheorie John Lockes zu sehen, dessen Standpunkt er radikalisiert, indem er das gesamte menschliche Wissen als einzig aus der Sinneswahrnehmung entstammend betrachtet.
Im "Discours sur l'esprit positif" (1844) begündet Auguste Comte (1798-1857) seinen utopischen Entwurf einer von wissenschaftlichen Prinzipien geleiteten und auf positive Erkenntnisse (wahrgenommene Tatsachen) gestützten zivilisatorischen Erneuerung der bürgerlichen Gesellschaft.
Die in ihrem Umfang knappe, in ihrer gedanklichen Dichte anspruchsvolle Schrift Über Natur und Kunst ist in gleicher Weise für Philosophiehistoriker des Altertums wie auch für Byzantinisten und Historiker der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Philosophie von höchstem Interesse.
Das Lehrgedicht "Über die Monas" bildet das komplexe Herz- und Mittelstück der Frankfurter Trilogie von 1591, der drei großen Schriften über den Aufstieg des Denkens von den einfachen Prinzipien des Wissens zur "höchsten Klarheit" der Erkenntnis und bietet den vielleicht wichtigsten, bislang nur unzureichend ausgewerteten methodischen Schlüssel zum Verständnis von Brunos Kosmologie.